Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff besuchten gestern in Wolmirstedt die Gutenberg-Schule und zeigten sich von der professionellen Arbeit der vier Schülerfirmen beeindruckt.

Wolmirstedt l "Ein nachhaltiges Erlebnis, das man nicht jeden Tag erlebt", meint Hans Scheler, Schüler der 10. Klasse der Gutenberg-Schule und Mitarbeiter der Schülerfirma "Soleil". "Der prominente Besuch zeigt uns Schülern aber auch, wie gut bereits unsere Außendarstellung ist und welche Wertschätzung unsere Arbeit findet."

Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten, weilte gestern Nachmittag gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zu einer Auszeichnungsveranstaltung an der Schule. Die beiden prominenten Besucher ehrten die bundesweit drei besten Schülerfirmen im Rahmen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung mit dem Qualitätssiegel "Klasse Unternehmen". Zuvor aber suchten sie das Gespräch mit den vier Gutenberger Schülerfirmen.

"Auch wenn keines unserer vier Unternehmen zu den Siegern gehörte", betonte Schulleiter Helmut Thiel in seiner kurzen Ansprache, "so spricht aber der Besuch für die hohe Anerkennung, die die Schule weit über die Stadtgrenzen genießt."

Zu recht, wie Ministerpräsident hervorhob. "Denn die Gutenberg-Schule ist die Einrichtung in Sachsen-Anhalt mit der größten Konzentration an Schülerfirmen. Unser Land braucht kreative Köpfe. Und wer weiß, vom Schülerfirmengründer zum erfolgreichen Unternehmer ist es oft nur ein kleiner Schritt", sagte Rainer Haseloff.

Den Nachweis, dass sie zumindest auf einem guten Weg sind, bringt Jan Niklas März, Geschäftsführer der Schülerfirma "Sky-Shirt". Das Unternehmen, das sich erst mit dem neuen Schuljahr gegründet hat, konnte bereits eine Vielzahl von Aufträgen akquirieren.

Seit zwei Jahren auf dem (Schul)Markt ist das Reiseunternehmen "Soleil". Maik Wienecke und Tony Schieferdecker, die das Unternehmen leiten, berichteten den Gästen, dass schon viele Kunden durch ihre Arbeit mehr von der Welt gesehen haben. So reiste im vergangenen Jahr eine Schülergruppe mit ihrer Hilfe für sechs Tage nach Frankreich.

Dass die Versorgung an der Gutenberg-Schule einen guten Ruf hat, ist auch Verdienst der "Futterluke", der ältesten Schülerfirma, die vor 14 Jahren gegründet wurde und heute 23Mitarbeiter zählt.

Der Rundgang endete auf einer Baustelle. In der ehemaligen Sporthalle sollen im Januar 2015 moderne berufsvorbereitende Werkstätten offiziell übergeben werden, lernen dort die 370 Schüler der Gutenberg-Schule verschiedene Berufsbilder kennen. Bereits eingerichtet haben sich die "Gutbikes", die vierte Schülerfirma, die seit 2012 recht erfolgreich Fahrräder repariert und verleiht. "Mich beeindruckt gerade bei den Schülerfirmen hier in Wolmirstedt, was Jugendliche auf die Beine stellen und leisten, wenn sie ihre eigenen Ideen umsetzen können", so Daniela Schadt.

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