Bülstringen hat den Kreisentscheid des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" gewonnen. Damit ist die knapp 1000-Einwohner-Gemeinde automatisch für den Landeswettbewerb im kommenden Jahr qualifiziert. Auf Platz zwei landete Rottmersleben, Dritter wurde Bebertal.

Hundisburg l Im Rahmen einer Festveranstaltung ist am gestrigen Freitag der Kreissieger des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" gekürt worden. In den Augen der Bewertungskommission hat Bülstringen von allen 13 Teilnehmern derzeit die Nase vorn. Die Gemeinde am Mittellandkanal hat mit ihren Konzepten, ihrer baulichen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung am meisten überzeugt. Bürgermeister Klaus-Dieter Garitz zeigte sich bei der Preisverleihung in der Ziegelei in Hundisburg sehr überrascht von der Auszeichnung. "Damit hätte ich nicht gerechnet", sagte Garitz. "Ich freue mich, dass unsere jahrelange Arbeit so anerkannt wird."

Klaus-Dieter Garitz hat in den vergangenen 24 Jahren selbst einen Großteil dazu beigetragen, dass Bülstringen jetzt ganz oben steht. Seit der Wende ist er aktiv in seiner Gemeinde tätig. Zunächst als stellvertretender Bürgermeister, seit 2008 ist er selbst das Gemeindeoberhaupt. Die positive Entwicklung verdankt Bülstringen seiner Meinung nach in erster Linie der verkehrsgünstigen Lage am Mittellandkanal. Das Nass der Wasserstraße bezeichnete er gestern als "Goldwasser" für seine Gemeinde. "Nur dadurch war es uns möglich, hier Großgewerbe anzusiedeln", sagte Garitz. Aber auch andere Projekte wie die Kanalpromenade, der Barfuß-Pfad oder die neue Trauerhalle hätten Bülstringen in den vergangenen Jahren nach vorne gebracht

Knapp geschlagen wurde Rottmersleben als zweiter Sieger ausgezeichnet. Der Hohe-Börde-Ort hatte bereits beim vergangenen Wettbewerb vor zwei Jahren den undankbaren zweiten Platz belegt. Bürgermeister Hans-Eike Weitz scherzte, dass er auch mal ganz gerne Erster werden würde. Den dritten Platz belegte diesmal Bebertal. Damit befinden sich alle drei Platzierten im Altkreis Haldensleben und nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

In Hinblick auf die ausgezeichneten Bewerbungen aller 13 Teilnehmer sei ihm nicht bange um die Zukunft, sagte Landrat Hans Walker. Die Jury hätte ihm bestätigt, dass alle Bewerbungen ein sehr hohes Niveau hatten. "Die Gemeinden im Landkreis Börde haben den Grundstein für eine gute Zukunft gelegt", so Walker in seiner Ansprache. Er hob den guten Sanierungsstand in den Börden-Gemeinden hervor, sagte aber auch:"Das sind nur Hüllen, die nichts sind, wenn sie nicht mit Leben gefüllt werden." So gebe es überall hervorragende Kinderbetreuung sowie ein reges Vereins- und Kulturleben. All dies sei wichtig, um junge Menschen in der Region zu halten. "Wir müssen dafür sorgen, dass die jungen Menschen bleiben wollen, ihnen vermitteln, dass sie ihre Heimat da haben, wo sie wohnen, dafür sorgen, dass sie sich hier wohlfühlen", so der Landrat.

Die weitere Entwicklung der Kommunen werde auch in Zukunft so gut es geht vom Landkreis unterstützt, sagte Hans Walker. Allerdings gab er auch zu bedenken, dass durch die sinkenden Zuweisungen vom Land auch die Landkreis-Kassen immer schlechter bestückt seien.

Neben der Teilnahme an dem Landeswettbewerb kann sich Bülstringen auch über 1500 Euro Preisgeld freuen, für Rottmersleben fallen 1000 Euro und für Bebertal 500 Euro ab.

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