Wolmirstedt l Der Besucherandrang in der Wolmirstedter Katharinenkirche beim Abschlusskonzert zum Gospel-Workshop war am Sonntag so groß, dass die Türen geöffnet bleiben mussten, um weitere Stuhlreihen aufstellen zu können. Für ihren großen Auftritt hatten die Teilnehmer von Freitagabend bis Sonntagmittag unter der Leitung von Helmut Jost fleißig geübt. An nur einem Wochenende stellten sie mit seiner Hilfe ein komplettes Konzert-Programm auf die Beine. Alle zwölf Lieder sind auf Englisch geschrieben und stammen aus der Feder von Helmut Jost selbst.

"Er ist einer der führenden Musiker in der deutschen Gospelszene", erklärt Konstanze Schlegel, Kantorin in Wolmirstedt und Organisatorin des Workshops. Mit 100 Teilnehmern wurde bei der 15. Auflage des Kurses ein neuer Rekord geknackt. "In den vergangenen Jahren hatten wir immer gut 80 Teilnehmer, diesmal waren es bedeutend mehr. Ich musste sogar 20 Leuten absagen", sagt Konstanze Schlegel.

Von der gefühl- und schwungvollen Gospelmusik ließ sich am Sonntag auch das Wolmirstedter Publikum in der Katharinenkirche mitreißen, wippte mit den Füßen und applaudierte lange nach jedem Lied. "Gospel hat eine Art, die Emotionen mehr anzusprechen als klassische Kirchenmusik", sagt Konstanze Schlegel. Mit einem Werkstatt-Konzert hatte der Gospel-Nachwuchs bereits am Sonnabend einen Vorgeschmack auf sein Können gegeben.

Bereits zum achten Mal übernahm Helmut Jost die Leitung des Workshops. Im nächsten Jahr soll es mit Darius Rossol einen Wechsel geben. "Der Wolmirstedter Gospelchor nahm im März am Workshop mit Darius Rossol in der Partnerstadt Wunstorf teil", erläutert die Kantorin. Mit der Einladung, 2015 den Gospelworkshop in der Ohrestadt zu leiten, wolle sich der hiesige Chor revangieren. Einen Termin gibt es auch schon: Der nächste Kurs soll vom 11. bis 13. September 2015 stattfinden. Im Jahr darauf soll dann vom 23. bis 24. September wieder Helmut Jost die Regie übernehmen.