25 bunte Luftballons mit 25 Botschaften sind gestern an der Gerhard-Schöne-Schule in Wolmirstedt gen Himmel gestiegen. Die Mädchen und Jungen der Werkstattstufe 3 hatten ihre Vorstellungen von einer kinderfreundlichen Welt zu Papier gebracht.

Wolmirstedt l Die Gerhard-Schöne-Schule lud gestern Vormittag die Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff (SPD) an ihre Einrichtung ein, um gemeinsam mit den Schülern der Werkstattstufe 3 über Kinderrechte zu sprechen. Anlass der Gespächsrunde war der 25. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November.

"Die Mädchen und Jungenhaben sich dazu mit Unicef und der UN-Kinderrechtskonvention beschäftigt. Dabei haben sich im Vorfeld zahlreiche Fragen ergeben, die sie der Politikerin stellten", erklärt Lehrerin Sibylle Bohne, "

"Denn jedes Kind hat Rechte - immer und überall. Das garantiert die UN-Kinderrechtskonvention seit dem 20. November 1989", sagte die Bundestagsabgeordnete. "Dazu gehören zum Beispiel die Rechte auf Nahrung und Wasser, auf Schutz vor Gewalt oder auf Beteiligung. So ein Jubiläum ist ein bedeutender Tag, das muss man den Menschen in Erinnerung rufen."

"Wir haben uns im Unterricht daher sehr intensiv mit den Kinderrechten beschäftigt", erläuterte Doreen Klein, pädagogische Mitarbeiterin. "Es ist wichtig, dass die Kinder ihre Rechte kennen, aber auch in der Lage sind, sie einzufordern. Im politischen Alltag werden sie und ihre Probleme nicht selten übersehen." "Ich bin daher gern der Einladung gefolgt", sagte Wolff, "die Kinder wissen selbst, was sie bewegt und wo sie für sich Handlungsbedarf von Seiten der verantwortlichen Politiker sehen. So ein Aktionstag Kinderrechte gibt ihnen Gelegenheit zum direkten Austausch."

Die Bundestagsabgeordnete, die jüngst Kolumbien, Venezuela und Ecuador bereiste, machte den Schülern auch deutlich, dass in vielen Ländern die Rechte der Kinder mit Füßen getreten werden. Deshalb waren die Botschaften, die die Schöne-Schüler im Anschluss an die Gesprächsrunde mit Ballons gen Himmel aufsteigen ließen, jenen gewidmet, denen es nicht so gut geht. So schrieb Richard Roßberg auf seinen Zettel: Freude am Leben. Beim Lippenbekenntnis allein beließen es die Mädchen und Jungen nicht, sondern spendeten 250 Euro, die sie bei der Unicef-Disko für ein Kinderprojekt in der "dritten Welt" gesammelt hatten.