Ohne die Hilfe von Bundesfreiwilligen wäre es für die Gemeinde Hohe Börde schwerer, einige Aufgaben zu erfüllen. Dass nicht alle Stellen besetzt sind, liegt nicht allein am Mangel an passenden Bewerbern.

HoheBörde l 49 Bundesfreiwillige verrichten in der Gemeinde Hohe Börde ihren Dienst. Sie sind im Umweltschutz, in den Kindertagesstätten, in Horten, in Jugendclubs, im kulturellen Bereich und für die Feuerwehren tätig. Zwischen der Zahl der zurzeit in der Gemeinde tätigen Bundesfreiwilligendienstler und den einst durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben genehmigten 77 Stellen klafft derzeit eine große Lücke.

Unter anderem macht sich das derzeit in der Jugend- arbeit in der Gemeinde bemerkbar. Von den 14 genehmigten Stellen für Betreuer in der Jugendarbeit sind noch sieben besetzt, im Dezember läuft eine Stelle aus, weitere folgen in den kommenden Monaten. Ob die auslaufenden Stellen im Anschluss mit neuen Kräften besetzt werden können, hängt nicht allein davon ab, ob sich geeignete Bewerber finden. Für die Stellen muss auch die weitere Finanzierung über den Bund gesichert sein.

"Die zuständige Mitarbeiterin in unserem Rathaus nimmt täglich eine `Ampelschau` vor und erfährt so, ob aktuell für die Gemeinde bisher nicht besetzt, zeitlich befristete Stellen finanziert und damit besetzt werden können", erklärte der Pressesprecher der Gemeinde Hohe Börde, Maik Schulz, auf Nachfrage. Mit dieser angesprochenen Ampel signalisiert der Bund die Finanzierbarkeit der "BuFDie"-Stellen auf einer Internetplattform. Steht die Ampel auf Grün können Stellen in dem genannten Arbeitsbereich besetzt werden. Hintergrund dabei ist, dass die Personalkosten für die Bundesfreiwilligen durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben finanziert werden. Für die Gemeinde sind die Personalkosten in der Regel kostenneutral.

Für die derzeit 28 genehmigten, aber nicht besetzten Stellen fehlt also meistens aktuell die Zusage für die Finanzierung. Doch es gibt auch noch andere Gründe für das Nichtbesetzen einer "BuFDie"-Stelle. So scheiden beispielsweise auch manchmal diese Arbeitskräfte vor dem Ende der Maßnahme aus, weil sie beispielsweise einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden haben, gekündigt oder gestorben sind. Auch dann kann die freigewordene Stelle nicht ohne Weiteres gleich wieder besetzt werden.

Für den Fall, dass die Ampel in einem Bereich auf Grün schaltet, in dem die Gemeinde noch Mitarbeiter benötigt, sind Bewerbungen von potenziellen Bundesfreiwilligen immer gern gesehen. "Bei einer Wochenarbeitszeit von 30 Stunden erhalten diese Arbeitskräfte ein Taschengeld in Höhe von 247,50 Euro im Monat", erklärte Maik Schulz weiter. Nach Vollendung der Vollzeitschulpflicht können Personen jeden Alters, also auch Altersrentner, in den Bundesfreiwilligendienst einsteigen. Ansonsten sind keine bestimmten Eignungsvoraussetzungen vorgeschrieben.

Die zuständige Rathausmitarbeiterin wird aber beim beabsichtigen Einsatz eines Bundesfreiwilligen auch die Meinung anderer Verwaltungsmitarbeiter in ihre Entscheidung einbeziehen. So werden beispielsweise der Bauamtsleiter, die Mitarbeiter des Jugendbüros, Gemeindearbeiter oder auch Kita-Leiterinnen angehört.

Nähere Informationen über den Bundesfreiwilligendienst in der Gemeinde gibt es im Rathaus in Irxleben oder telefonisch unter der Nummer 039204/781123.