Zum zehnten Mal war der Groß Ammensleber Adventsmarkt auf der Domäne aufgebaut. Höhepunkt des Nachmittags war die Aufführung des Märchens "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" durch die Theatergruppe.

GroßAmmensleben l Die Mimen um Monika Bednarz, Hildburg Kaufmann und Doreen Katzorke haben die Domäne in eine Märchenkulisse verwandelt. Für "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" wurden Betten herbeigeschafft, ein Taubenhaus aufgestellt, märchenhafte Kostüme von Lore Otto gefertigt und sogar ein Pferd für das Ensemble gewonnen. Der Aufwand hatte sich gelohnt. Viele Besucher schauten dem gut einstündigen Spektakel zu, folgten der Geschichte um die Bosheit der Stiefmutter und Stiefschwestern gegenüber Aschenbrödelund erlebten den Sieg der Liebe zwischen dem verstoßenen Mädchen und dem Prinzen. Selbst deWind, der eisig um die Ohren pfiff, konnte die Zuschauer nicht vertreiben.

Die Theatergruppe führt zu jedem Adventsmarkt ein Märchen auf und weiß dafür stets viele Unterstützer, vor allem die eigenen Ehepartner, an ihrer Seite. Auch Groß Ammensleber Kinder wirkten mit. Sie stellten ganz zauberhaft die Täubchen dar, die einzigen Freunde, die Aschenbrödel geblieben waren.

Eine Premiere erlebte außerdem die Broschüre "Vor fünftausend Jahren in einem Bördedorf". Walter Matthies hat darin die Geschichte des Steinzeitdorfes Groß Ammensleben aufgeschrieben, nachdem er die Spuren gelesen hat, die bei Grabungen ans Tageslicht gekommen sind. Die Broschüre entstand im Auftrag der Kulturhistorischen Gesellschaft Groß Ammensleben und wurde vom Ortsbürgermeister Rüdiger Pfeiffer herausgegeben, der auf den ersten Seiten mit einem Vorwort vertreten ist.

Die Broschüre gilt als Vorbote der 1050-Jahr-Feier des Ortes, die im kommenden Jahr am 28. und 29. Juni gefeiert wird.

Auf dem Groß Ammensleber Adventsmarkt gab es nach dem Theaterstück viel mehr zu entdecken. Gestricktes, Gebasteltes und Kulinarisches wurde an den Ständen feilgeboten. Dabei setzten die Groß Ammensleber durchweg auf Einheimisches. Der gesamte Adventsmarkt wurde von Groß Ammenslebern organisiert und gestaltet. "Große Bewunderung", sagte Bürgermeisterin Erika Tholotowsky dazu.

Den Organisationshut für das vorweihnachtliche Fest auf der Domäne trug wie immer Bärbel Fütterer von der Kulturhistorischen Gesellschaft. Die Groß Ammensleberin kann sich dabei auf die Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr, die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes, die beiden Kleingartenvereine, die Sportvereine, Jäger, Angler und die Mitarbeiter und Bewohner des Heimes St. Clara verlassen.

 

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