Die Kosten für die Straßenreinigung in den Ortschaften der Niederen Börde werden alle drei Jahre neu kalkuliert. Weil auf mehr Straßen, als zuvor angenommen, nicht gekehrt werden kann, könnte die Gebühr pro laufenden Meter um einige Cent im Jahr steigen.

NiedereBörde l Bisher zahlen alle Anlieger in den Ortschaften der Niederen Börde im Jahr 41 Cent pro laufendem Meter, damit das Stück Straße vor ihrem Haus von der Gemeinde gereinigt wird. Alle drei Jahre, so ist es vorgeschrieben, werden die Kosten für die Straßenreinigung neu kalkuliert.

In einem ersten Entwurf schlug die Verwaltung zunächst eine Erhöhung der Gebühr auf 67 Cent im Jahr vor. Die Höhe des Betrages ist laut Bauamtsleiter Reinhard Schimka auch davon abhängig, wie viele kehrfähige Straßen es gibt. Etliche Straßen seien bei der Neukalkulation als "nicht kehrfähig" eingestuft worden - "beispielsweise Straßen mit Kopfsteinpflaster, die mit moderner Technik nicht bearbeitet werden können oder nicht richtig befestigte Straßen", erläuterte Reinhard Schimka.

Die Länge der kehrfähigen Straßen in der Niederen Börde hat sich laut Verwaltung nach der Neukalkulation von etwa 80000 auf 67000 Meter reduziert. Je weniger kehrfähige Straßen es gibt, desto höher ist die Straßenreinigungsgebühr.

Der Preis setze sich aus Kosten für die Kehrmaschine und aus Verwaltungskosten zusammen, erklärte Burkhard Wohlfahrt (CDU), Ortschef von Samswegen. Die Höhe der Verwaltungskosten sei den Ortsbürgermeistern der Einheitsgemeinde jedoch mächtig auf den Magen geschlagen, sagte er im Volksstimme-Gespräch. Auf der jüngsten Bürgermeisterversammlung am vergangenen Dienstag sei dies auch der Verwaltung mitgeteilt worden, die daraufhin noch einmal neu gerechnet und den vorgeschlagenen Betrag in der Beschlussvorlage auf 55 Cent pro Meter je Jahr heruntergeschraubt habe.

"Es gibt noch Fragen zur Berechnung."

Burkhard Wohlfarth (CDU), Ortsbürgermeister von Samswegen

In Samswegen wurde das Thema am Donnerstag im Ortschaftsrat diskutiert. "Wir sind auch mit 55 Cent nicht einverstanden. Es gibt noch Fragen zur Berechnung", erklärte Burkhard Wohlfarth. Diese sollen in der nächsten Hauptausschusssitzung am kommenden Dienstag, 9. Dezember, angesprochen werden, fügte er hinzu. Dessen Mitglieder treffen sich um 18 Uhr im Versammlungsraum der Gemeindeverwaltung in Groß Ammensleben, Große Straße 9/10. Auch in nächsten Sitzungen der anderen Ortschaftsräte soll über die Straßenreinigungsgebühr gesprochen werden.

Eine Entscheidung fällt aber letztendlich der Gemeinderat allein. Die nächste Sitzung findet am Dienstag, 16. Dezember, statt. Veranstaltungsort ist die Aula der Grundschule "Astrid Lindgren" im Klein Ammensleber Weg in Dahlenwarsleben. Beginn ist um 19 Uhr.