Eines der größten Straßenbauprojekte dieses Jahres ist dieser Tage in der Hohen Börde abgeschlossen worden. Am Montagnachmittag wurde der symbolische Scherenschnitt in der Niederndodeleber Mittelstraße vollzogen.

Niederndodeleben l Seit Mai schon mussten die Anwohner der Mittelstraße mit dem Dreck und Lärm, den eine Baustelle mit sich bringt, leben. Nachdem Bauleute im Auftrag des Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WWAZ) einen Regenwasserkanal und teilweise auch neue Trinkwasserleitungen verlegt hatten, begannen im Juli die Tiefbauarbeiten. Bis in den November hinein wurden der Straßenkörper komplett saniert. Ähnlich wie in der benachbarten Martin-Luther-Straße wurde die Fahrbahn mit Betonsteinpflaster befestigt. Auf dem beidseitigen Gehwegen wurde gerumpeltes Betonsteinpflaster verlegt. Damit gehört auf dem 398 Meter langen Straßenabschnitt das Rumpeln auf dem Kopfsteinpflaster der Vergangenheit an.

Dennoch konnte die Bürgermeisterin der Gemeinde Hohe Börde, Steffi Trittel, bei der offiziellen Straßenfreigabe darauf hinweisen, dass der ortsbildprägende Charakter auch in der neu gestalteten Straße wiederzufinden ist. So ist der historisch gewachsene Straßenverlauf im Wesentlichen erhalten geblieben, lediglich im Einmündungsbereich der Ringstraße in der Nähe der Tankstelle ist eine Grünfläche mit integrierten Stellflächen neu entstanden. Drei markante Natursteininseln lockern zudem das Erscheinungsbild der Straße auf.

Der Dank der Bürgermeisterin galt nicht nur den Ortschafts- und Gemeinderäten, den Mitgliedern des Bauausschusses, dem Planer, den Vertretern des WWAZ, den Bauleuten und dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF), sondern auch den Anliegern. "Als wir Ihnen am 11. März die Baumaßnahme erklärt haben, wussten Sie noch nicht, was auf Sie zukommt", sagte sie. Doch letztlich seien alle Probleme gelöst worden. Und somit sei das Ziel der Gemeinde, die Infrastruktur zu erneuern und die Lebensqualität zu verbessern, wieder ein Stück mehr erfüllt worden. "Ich wünsche hier unfallfreie Fahrt und dass die bewährten Feste wie das Bördehoffest wieder so gut wie bisher gefeiert werden", so Steffi Trittel.

Dass die Mittelstraße künftig keine Rennstrecke wird, hoffte bei der Freigabe auch Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid. Andererseits äußerte er seine Freude darüber, dass das Ortsbild sowohl im Ortsteil "Schnarsleben" als auch im Niederndodeleber Unterdorf immer schöner wird. "Aber ohne die Kämpfer für die Fördermittel wären wir nicht so weit gekommen", richtete er seinen Dank in Richtung der Verwaltung der Gemeinde Hohe Börde. Denn auch in diese Baumaßnahme waren wieder erhebliche Mengen an Fördermitteln geflossen. 280000 Euro beträgt der Anteil an Fördermitteln bei Gesamtbaukosten in Höhe von 530000 Euro. Der hohe Fördermittelanteil wird sich günstig auf die Beiträge der Anlieger auswirken.