Landkreis Börde l Die sogenannten freiwilligen Aufgaben des Landkreises - also die Förderung von Jugendarbeit und Kultur - standen bei der Haushaltsdebatte in der jüngsten Kreistagssitzung in der Diskussion. Mit 4,5 Millionen Euro ist der Etat dafür im kommenden Jahr nur geringfügig kleiner als noch im aktuellen Haushalt. 2014 sind es 4,6 Millionen Euro.

Der Sozialdemokrat Wolfgang Zahn stellte im Kreistag den Antrag, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die im kommenden Jahr alle freiwilligen Aufgaben auf den Prüfstand stellt. "Wir müssen die Mittel nachhaltiger einsetzen", sagte Zahn. Seiner Meinung nach könnten die Museen zum Beispiel effizienter arbeiten und in einigen Bereichen gäbe es noch immer Parallelstrukturen, wo Kosten eingespart werden könnten.

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Stichnoth regte an, einen genaueren Blick auf die freiwilligen Aufgaben zu werfen. "Ist die Höhe der Förderung denn berechtigt oder ist sie etwas überzogen? Das müsste überprüft werden", so Stichnoth. "Was macht denn eigentlich die Arbeit im Kulturkonvent?", fragte Stichnoth.

Angela Leuschner, Vorsitzende des Kulturausschusses und Mitglied im Kulturkonvent, erbat sich noch ein bisschen Zeit. "Wir wollen weiter ein breites Spektrum anbieten und den Landkreis so auch attraktiv halten", sagte die Sozialdemokratin.

Zahn beharrte jedoch auf seinen Antrag. Es schade doch nicht, wenn fünf bis sechs Verwaltungsmitarbeiter und Kreistagsmitglieder zusammen Punkt für Punkt durchgehen, wohin das Geld für die freiwilligen Aufgaben eigentlich konkret fließe. Nur so könne man auch gezielt künftige Schwerpunkte in der Förderung festlegen.

Schließlich wurde Wolfgang Zahns Antrag von den Kreistagsmitgliedern mehrheitlich bei zwölf Gegenstimmen angenommen.