Vereine können auf finanzielle Unterstützung von der Lotto-Toto GmbH hoffen. Seit 2007 flossen im Landkreis Börde insgesamt 1,7 Millionen Euro Fördermittel. Vereinsvertreter aus Wolmirstedt und Umgebung informierten sich vorab über die Möglichkeiten.

Wolmirstedt l Zahlreiche Vertreter von Vereinen aus Wolmirstedt und Umgebung haben sich in der vergangenen Woche in Auerbachs Mühle über Fördermöglichkeiten der Lotto-Toto GmbH informiert. Maren Sieb, Geschäftsführerin des Glückspielbetriebes in Sachsen-Anhalt, stand dazu Rede und Antwort. Zu der Veranstaltung hatte der Lionsclub Ohrekreis eingeladen.

Mit großen Hoffnungen auf finanzielle Unterstützung waren zum Beispiel drei Mitglieder des Wolmirstedter Chores gekommen. Marianne Döring informierte darüber, dass im nächsten Jahr das 140-jährige Bestehen gefeiert wird. Im Juni soll aus diesem Anlass ein großes Fest stattfinden, bei dem elf befreundete Chöre auftreten sollen. Da dies eine besondere Jubiläumsveranstaltung mit Ausstrahlung auf ganz Sachsen-Anhalt werde, gab Maren Sieb den Chormitgliedern gleich die Antragsformulare und folgenden Hinweis mit auf den Weg: "Wichtig ist bei einer Lotto-Förderung immer, dass auch ein Eigenanteil für das jeweilige Projekt vom Verein aufgebracht wird."

"Wichtig ist, dass ein gemeinnütziger Verein dahinter steht. Privatpersonen oder Aufgaben der Kommune werden nicht gefördert."

Maren Sieb, Geschäftsführerin der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt

Im Vorjahr, so war in ihrem einführendem Vortrag zu hören, hatte Lotto-Toto Spieleinsätze von fast 179 Millionen Euro, 7,8 Millionen Euro wurden davon an Zuwendungen für Vereine ausgezahlt. Dazu ist die Einrichtung laut Glückspielgesetz des Landes Sachsen-Anhalt verpflichtet und unterscheidet sich damit von illegalen Anbietern von Glücksspielen. Lotto-Toto steht dagegen unter staatlicher Aufsicht. Rund 80 Euro pro Jahr investiert der Sachsen-Anhalter im Durchschnitt in das Glücksspiel. "Davon profitieren nicht nur die Gewinner, sondern durch unsere Förderung jeder Bewohner", betont die Geschäftsführerin. Ein Drittel der Zuwendungen geht in der Regel an Kulturprojekte, es folgen Sport und Denkmalpflege. Aber auch für Soziales und die Umwelt wird Geld gegeben.

Besonders interessierten sich die Besucher für die Glückpilze. Dazu gab die Geschäftsführerin gern Auskunft. "Wir haben in Sachsen-Anhalt 89 Lotto-Millionäre. Im Bördekreis leider noch keinen, aber immerhin wurden hier seit 2007 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln ausgezahlt." Auf jeden Fall werde bei großen Summen die Anonymität des Glückpilzes gewahrt. "Wir geben nur einen Rat: Zahlen sie den Betrag nicht bei ihrer Hausbank ein, wo sie jeder kennt."

Neben Informationen rund um das Glücksspiel ging es an diesem Abend aber hauptsächlich um Möglichkeiten der Förderung. Zu denen, die Chancen haben, von Lotto-Toto gefördert zu werden, gehört auch der Textilverein in Wolmirstedt. Carmen Tramp hatte angefragt, ob der Ausbau eines denkmalgeschützten Hauses in der Burgstraße zu einem Textilmuseum mit integrierter Werkstatt gefördert werden könne. "Das ist ein interessantes Vorhaben über die Stadtgrenzen hinaus und ganz sicher von überregionaler Bedeutung", sagte Maren Sieb.

Auch das OK-Live Ensemble Barleben-Wolmirstedt mit seinen 420 Mitgliedern möchte einen Antrag stellen. Beispielsweise plant der Verein ein Trainingslager mit Jugendlichen aus Vietnam und gemeinsame Auftritte. Auch diesbezüglich sagte Maren Sieb zu, die Förderfähigkeit zu prüfen. Fragen gab es auch zur möglichen Unterstützung für die Gründung einer Stiftung für Imker, den Denkmalschutz und kommunale Einrichtungen. "Wichtig ist, dass ein gemeinnütziger Verein dahinter steht. Privatpersonen oder Aufgaben der Kommune werden nicht gefördert", betonte Maren Sieb. Über das Internet können sich Interessenten umfassend zu den Förderrichtlinien informieren.

www.lottosachsenanhalt.de, "Lotto fördert"