Viele Besucher sind am Sonntag zu einem Adventsgottesdienst in die frisch renovierte Burgstaller Kirche gekommen. Sie erlebten auch einen Auftritt der Burgstaller Heide-Jagdhornbläser.

Burgstall l Einmal mehr bewiesen die Burgstaller Heide-Jagdhornbläser, dass sie zu den ganz Großen ihres Faches gehören. Traditionell gestalten sie den Adventsgottesdienst in der Burgstaller Kirche mit.

Die begeisterten Zuhörer freuten sich über den herrlichen Klang der Jagdhörner im Gotteshaus. Dabei spielten die Musiker um Frank Naumann nicht nur traditionelle deutsche Weihnachtslieder, wie "Leise rieselt der Schnee". Die Bläser wagten sich auch an solche Titel heran, wie das swingige "jingle bells" - auf Jagdhörnern geblasen eine ganz ungewöhnliche Variante.

"Nach 20 Jahren ist es an der Zeit, etwas Neues zu wagen", kündigte Frank Naumann, Veränderungen bei den Jagdhornbläsern an. "Wir wollen uns neuen Herausforderungen stellen und die Hornquartette der alten Meister einstudieren", so Naumann.

Doch als diese Quartette komponiert wurden, gab es die heute gebräuchlichen kleinen Hörner noch nicht. Welcher Unterschied zwischen den modernen Hörnern und den traditionellen großen Jagdhörnern aus früherer Zeit besteht, zeigte das Ensemble im zweiten Teil seiner Darbietungen. Den Choral aus der Hubertusmesse spielten die Bläser ausschließlich auf Großhörnern. Wohl jeder Besucher in der Kirche war von der Klangfülle beeindruckt.

"Geben Sie uns ein Jahr Zeit, dann zeigen wir, was man mit den großen Hörnern alles anstellen kann", bat Frank Naumann um Verständnis. Er nutzte die Gelegenheit, um sich bei der Gemeinde Burgstall zu bedanken. "Die Anschaffung der großen Hörner ist nicht ganz billig. Selbst im Angebot kosten sie über 1700 Euro. Deshalb freuen wir uns darüber, dass uns die Gemeinde ein Horn bezahlt hat. Das ist ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk."

Pfarrerin Gabriele Kerntopf konnte viele Besucher zum Adventsgottesdienst begrüßen. Die freuten sich zunächst über die angewärmten Kirchenbänke. "Die Sitzheizungen sind Teil der umfangreichen Renovierungsmaßnahmen in unserer Kirche", berichtete Gabriele Kerntopf.

Verkauf von Sternen soll Spendengelder bringen

In zwei Bauphasen sind mehr als 200000 Euro verbaut worden. In der ersten Bauphase wurde die Orgel saniert. Die Mittel kamen von der Kommune Burgstall (35000 Euro), dem Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt (45000 Euro) der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland 62500 Euro), aus dem Leader-Programm der Europäischen Union (40000 Euro) und Eigenmitteln der Kirchengemeinde. "Ein Teil der Mittel der Kirchengemeinde muss durch einen Kredit abgedeckt werden, weil die Kosten höher ausgefallen sind", informierte Gabriel Kerntopf. Deshalb wirbt die Kirchengemeinde um Spenden, die beispielsweise auch durch den Erwerb von Sternen im Altarraum der Kirche aufgebracht werden sollen.