14 Taubenzüchter aus Norddeutschland haben in Schackensleben 200Exemplare der Rasse Brünner Kröpfer zur Schau gestellt. Zwei Rottmersleber Züchter hatten Gleichgesinnte in die Börde eingeladen.

Schackensleben l In Böhmen und Mähren vor etwa 200 Jahre erstmals gezüchtet, erfreuen sich die Brünner Kröpfer heute längst auch in Deutschland großer Beliebtheit. Das war auch am Wochenende in der Schackensleber Prokon-Halle am Olve-Zentrum zu merken, denn hier stellten Züchter ihre schönsten Tauben allein dieser Rasse zur Schau. Die 14 Züchter kamen, wie Tim Rätzel erklärte, aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Was sie verbindet, ist die Zugehörigkeit zur Gruppe Nord im Club der Brünner Kröpfer-Züchter. Auch Tim Rätzel aus Rottmersleben und sein Vater Jens-Uwe gehören dazu. Sie haben die Sonderschau nach Schackensleben geholt und diese zusammen mit den Kollegen vom Schackensleber Rassegeflügelzuchtverein vorbereitet.

"Wir machen immer im Wechsel mal eine kleine Schau und mal schließen wir die Gruppenschau einer größeren Schau an", sagte Tim Rätzel und sieht in einer kleinen Schau so wie diesmal vor allem den Vorteil, dass die Standgelder moderat gehalten werden können und die Ausstellungszeit für die Tiere nicht so lang ist. Die Aussteller selbst waren von dem Ambiente in den Schackensleber Räumlichkeiten beeindruckt, besonders die lichtdurchflutete Halle sprach an. Der Dank des Schackensleber Vereins galt der Gemeinde Hohe Börde für die Bereitstellung der Halle und den Züchtern, die teilweise weite Anfahrtwege auf sich genommen haben, um ihre schönsten Tiere in Schackensleben zu zeigen.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Von den 200 gezeigten Tauben in verschiedenen Farbenschlägen bewerteten die drei Preisrichter sechs mit dem Prädikat "vorzüglich" ("v") und 17 mit "hervorragend" ("hv"). "Das spricht für die hohe Qualität", so Tim Rätzel.

Die Züchter schätzen aber auch den Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten am Rande der Schau. Das das bei einem guten Imbiss und kühlen Getränken noch mehr Spaß macht, wissen sie. Deshalb gab Tim Rätzel gleich seinen Dank an die Züchterfrauen des Schackensleber Vereins weiter, die sich ums leibliche Wohl kümmerten.

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