Der Winter zeigt sich wenig winterlich. Doch die vergangenen Tage haben angedeutet, er ist nicht mehr weit. Das heißt, im Eigenbetrieb in Wolmirstedt ist man nicht nur auf den ersten Schneefall vorbereitet, sondern steht in Bereitschaft.

Wolmirstedt l Das Klima wird frostiger - auch in der Ohrestadt. Das aber heißt nicht, dass die Mitarbeiter des Eigenbetriebes um ihren Vorarbeiter Marco Jelitto einen heißen Draht zu Petrus haben. "Wollen wir uns über die aktuelle Wetterlage informieren, die in den vergangenen Tagen alles andere als winterlich war, dann gehen wir ins Internet", erläutert der Vorarbeiter. Marco Jelitto schaute, obwohl er Urlaub hatte, kurz vor Heiligabend noch einmal bei seinen Kollegen vorbei, die über die Feiertage Bereitschaftsdienst hatten. "Weiße Weihnachten sind wohl definitiv Geschichte, dennoch ist jederzeit damit zu rechnen, dass das Wetter umschlägt und es überraschend schneit."

Das heißt aber nicht, dass die Mitarbeiter des Eigenbetriebes der Dinge harren werden, die da kommen. "Die bewährten Kräfte, die wie in den Jahren zuvor zwischen dem 1. November und dem 30. März in stetiger Winterbereitschaft stehen, kennen ihre Aufgaben, sind auch ohne Einweisung auf den Ernstfall bestens vorbereitet", gibt sich Jelitto zuversichtlich. "Über die Feiertage und bis Sonntag sind es Detlef Schmidt und Manfred Bünnig." Sie werden aber zu keiner Zeit allein gelassen, sollte es wider Erwarten dieser Tage schneien, beziehungsweise, wie in der vergangenen Woche, als der Winterdienst erstmals unterwegs war, weil Glatteis die Straßen gefährlich machten.

Sechs Mitarbeiter des Wirtschaftshofes sind für den Winterdienst bestimmt. Sollte Frau Holle wider Erwarten es zu gut meinen, kann der Winterdienst "aufgestockt" werden. Und wenn es schneit, wird nicht nur in Wolmirstedt, sondern auch in den Ortsteilen Elbeu, Farsleben, Mose und Glindenberg der Schnee geräumt und wenn erforderlich, die Straßen abgestumpft.

"Wir haben insgesamt über 60 Kilometer Straße, dazu kommen noch Gehwege und Brücken, die von uns nicht nur vom Eise befreit werden müssen", umreißt Jelitto die Aufgaben. "Das bedeutet, im Schneefall kommt viel Arbeit auf uns zu, wollen wir für halbwegs vernünftige Fahrbahnverhältnisse sorgen." Das ist ohne Technik nicht zu schaffen. Also wurde bereits zum 1. November der Unimoc aufgerüstet, stehen zudem zwei Multicars im Fuhrpark, die jeweils über Schneeschild und Kehrmaschine verfügen. Mit zwei weiteren kommunalen Traktoren ist der Winterdienst also gut aufgestellt.

Als Streugut wurden bereits im Spätsommer 30 Tonnen Splitt gebunkert, außerdem sind noch 30 Tonnen Auftausalz im Bestand. "Damit kommen wir gut über den Winter", ist sich Jelitto ziemlich sicher. Und sollte die weiße Pracht tatsächlich vom Himmel fallen, wird spätestens ab 3 (bis 22) Uhr "geschoben, gefegt und gestreut". "Diese Zeit hat sich in den vergangenen Jahren bewährt", erläutert Jelitto, "so können wir vor dem einsetzenden Berufsverkehr die Straßen von Schnee und Glatteis bestmöglich befreiten."