Wolmirstedt l Am Sonntagabend kreiste mehr als drei Stunden lang ein Hubschrauber des Landeskriminalamtes über Wolmirstedt und der nördlich angrenzenden Region. Er war auf der Suche nach zwei 13-Jährigen Ausreißern. Für das Mädchen aus Haldensleben und den Jungen aus Colbitz waren gesundheitliche Schäden nicht auszuschließen, erklärt Polizeisprecher Joachim Albrecht, deshalb sei sehr intensiv nach den beiden gesucht worden.

Neben dem Hubschrauber war auch am Boden ein Großaufgebot an Einsatzkräften sowie ein Fährtenhund im Einsatz gewesen.

Gegen 20 Uhr wurde der Junge im Stadtgebiet Wolmirstedt gefunden und in ärztliche Behandlung übergeben. Das ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen stammende Mädchen fanden Beamte der Bundespolizei in einem Zug in Duisburg. Sie wurde zu ihrer leiblichen Mutter gebracht.

Die Suche nach dem Mädchen hatte bereits am Sonntagnachmittag per Hubschrauber in Haldensleben begonnen. Gegen 16.45Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass auch ein Junge aus Colbitz vermisst sei. Da es Hinweise gab, dass sich beide kennengelernt und verabredet hatten, drehte der Hubschrauber Richtung Wolmirstedt ab und überflog trotz der Dunkelheit das Areal zwischen Stadtgebiet und Colbitz.

Während des Einsatzes über Wolmirstedt wurde der Pilot mehrfach von einem Laserstrahl geblendet. Der Unbekannte zielte im Bereich Sportpark auf den Hubschrauber. Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr.