Vahldorf l Der Solarpark Vahldorf wächst um ein beträchtliches Stück, das etwa zwölf Fußballplätzen oder acht Hektar entspricht. Wie es dazu vom neuen Investor aus Hamburg heißt, wird hier eine neue Solaranlage mit einer künftigen Leistung von 5,8 Megawatt (MW) gebaut.

Das bedeutet, hier werden nicht weniger als 20000 Solar-Module montiert. Die umfangreichen Arbeiten sollen spätestens Anfang März, je nach Wetterlage, beendet sein. Nach der endgültigen Fertigstellung können durch die neue Anlage jährlich bis zu 5,8 Gigawattstunde (GWh) Strom erzeugt werden. Das entspricht dem Energieverbrauch von rund 1500 Haushalten. Das Investvolumen der Anlage an der ehemaligen Deponie beläuft sich auf rund sechs Millionen Euro.

Die Entstehungsgeschichte des Solarparks liegt drei Jahre zurück. Der Landkreis Börde übernahm im Mai 2012 vier Teilstücke der ehemaligen Hausmülldeponie Vahldorf unentgeltlich vom Land Sachsen-Anhalt. Auf diesen Teilstücken gab er einem Investor aus Baden-Württemberg die Möglichkeit, eine aus mehr als 12000 Einzelmodulen bestehende Photovoltaikanlage aufzustellen. Ausgenutzt wird auf der ehemaligen Hausmülldeponie in Vahldorf der sogenannte photovoltaische Effekt. Sonnenlicht kann in Halbleitern Elektronen aus dem Atomverband lösen und so einen Stromfluss bewirken. Da Solarzellen nur Gleichstrom erzeugen können, muss die gewonnene Energie über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden. Erst dann kann die Energie in das öffentliche Netz eingespeist werden. Die Deponie Vahldorf ist in den Jahren 2006 bis 2008 rekultiviert worden. 2012 Jahr legte das Landesverwaltungsamt sie endgültig still.