Zum Jahresbeginn ziehen die Ortsbürgermeister der Stadt Wolmirstedt eine Bilanz des vergangenen Jahres und nennen ihre Hoffnungen für die kommenden zwölf Monate. Den Reigen eröffnet im Gespräch mit Gudrun Billowie der Elbeuer Ortsbürgermeister Oliver Grundt.

Herr Grundt, Sie sind seit der Kommunalwahl im Mai Ortsbürgermeister in Elbeu. Wie erleben Sie Ihre Arbeit?

Oliver Grundt: Ich bin sehr gern Ortsbürgermeister und möchte für die Bürger ansprechbar sein. Darum bin ich immer am ersten Dienstag des Monats von 17.30 Uhr bis 19 Uhr im Vereinsheim der Sportler zu finden. Nur jetzt im Januar habe ich die Sprechstunde wegen der Feiertage auf kommende Woche, 13. Januar, verschoben. Bisher hat sich gezeigt, irgendjemand kommt immer.

Mit welchen Anliegen kommen die Bürger zu Ihnen?

Es geht um Angelegenheiten des täglichen Lebens. Dazu zählen kaputte Laternen oder das Laub auf dem Gehweg, aber auch Nachbarschaftsstreitigkeiten. Als großes Problem wird der zugewucherte Gehweg zwischen Alt- und Neu-Elbeu gesehen.

Können Sie helfen?

Die meisten Angelegenheiten melde ich im Rathaus. Das haben die Bürger zwar meist schon selber getan, aber oftmals nicht viel erreicht. Wenn ich mich als Ortsbürgermeister darum kümmere, lässt sich manches besser regeln. Die Bürger sind offenbar froh, dass es dieses Bindeglied zur Verwaltung gibt. Der zugewucherte Gehweg zwischen Alt- und Neu-Elbeu soll übrigens in diesem Jahr in Ordnung gebracht werden.

Gab es im Jahr 2014 ein besonders prägendes Ereignis?

Das war die Kündigung des Vertrages mit dem Sportverein Stern Elbeu durch den Bürgermeister zum 31. März 2015. Wir warten derzeit auf den neuen Entwurf. Die Arbeit der Sportler hier in Elbeu muss weitergehen und wird auch weitergehen. Das gehört zur Identität des Ortes.

Am Sportplatz gibt es einen Jugendtreff, der vom Wolmirstedter Jugendclub aus betreut wird. Funktioniert die Jugendarbeit?

Ja. Im Holzhaus am Sportplatz kommen regelmäßig Jugendliche aus Elbeu und Wolmirstedt zusammen. Allerdings machen wir uns im Ortschaftsrat Gedanken um den schlechten Zustand des Hauses. Das Holzhaus steht seit fast 20 Jahren dort und an einigen Stellen zeigen sich Verschleißspuren. Außerdem haben wir Angst, dass die Energiekosten für dieses Haus ins Unermessliche steigen. Wir haben bereits mit der zuständigen Jugendarbeiterin Antje Prilloff über unsere Sorgen gesprochen.

Welche Anlaufstelle gibt es für Senioren?

Wir haben eine rührige Ortsgruppe der Volkssolidarität, die sich regelmäßig im Vereinsraum des Sportlerheims trifft. Dort wird eine wichtige Arbeit geleistet, denn viele ältere Menschen leben allein und können außerdem keine langen Wege zu anderen Begegnungsstätten zurücklegen.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2015?

Ich wünsche mir, dass der Nachbarschaftsstreit in der Jersleber Straße aufhört und dort endlich Ruhe einkehrt. Und ich hoffe, dass die Zusammenarbeit mit der Verwaltung noch besser wird, als sie im Jahr 2014 schon war.