Der Dreikönigstag ist jetzt traditionell in Born ein Wandertag. Der Bürgerverein hatte zu seiner zweiten Grünkohlwanderung eingeladen und viele Borner kamen. Die Tour führte zum Tonneborn.

Born l Viele Familien machten sich am Dreikönigstag mit Freunden und Verwandten auf zur zweiten Grünkohlwanderung des Borner Bürgervereines.

Ab 9 Uhr war es mit der Ruhe im Dorf vorbei. Groß und Klein, Alt und Jung traf sich am Bürgerhaus. Mehr als 60 Mutige waren gekommen. Gründe zum Wandern gab es mehrere. Das schöne Wetter lockte die Wanderlustigen heraus, andere wollten den Kalorien der vergangenen Festtage den Kampf ansagen. Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Christoph Glase ging es pünktlich um 9.30 Uhr los zum Tonneborn.

Förster Riemann führte den bunten Tross an. Es ging am Forsthaus vorbei in Richtung Übungsplatz. Unterwegs erlebten die Wanderer verträumte Waldlichtungen und geheimnisvolle Eichengruppen, die von der aufkommenden Sonne in immer neuen Farben erstrahlten. Es ging an Fahrzeughallen und Biwakplätzen vorbei bis die Gruppe mitten in der Heide stand. Für einige Borner war es ein Wiedersehen mit der alten Arbeitsstätte, hatten sie doch nach der Wende beim Beräumen des Übungsplatzes hier gearbeitet. Doch das eigentliche Ziel war der Tonneborn. Früher ein kleiner Weiher, in dem die Borner badeten, aber auch das Vieh tränkten. Heute ist es eine verlandete Senke, die von Gestrüpp umwuchert, ihr Dasein fristet.

Nach einer Stunde Fußmarsch erwartete die Teilnehmer der Grünkohlwanderung auf einer Lichtung ein Lagerfeuer und ein zünftiges Picknick, das von Jürgen Franke und Wolfgang Schwarzlose vorbereitet wurde. Alle stärkten sich mit Glühwein oder heißem Tee, selbst gebratener Wurst am Spieß und lauschten den Erzählungen der Alten. Erinnerungen an schöne Kindertage kamen in den Gesprächen zutage, aber auch Nachdenkliches. Die Zeit am Tonneborn verging viel zu schnell. Der Rückweg führte wieder durch die Heide und alle erreichten wohlbehalten das Dorf. Im Bürgerhaus erwartete die Wanderer ein deftiges Mittagsmahl. Grünkohl mit Knacker, dazu Bier und Glühwein, standen auf dem Speiseplan.

Mit Interesse wurde auch der Jahresrückblick in Bildern des Dorfchronisten Peter Jannaschk verfolgt. "In Born gibt es immer etwas Neues zu entdecken, ein Besuch lohnt sich", so sein Fazit nach dem kleinen Vortrag.