Auf ein erfolgreiches Jahr hat die Gemeinde Hohe Börde auf ihrem diesjährigen Neujahrsempfang zurückgeblickt. Unter dem Motto "Besser leben" soll weiterhin an den Erfolg angeknüpft werden.

HoheBörde l Als ein gutes Jahr bezeichnete Bürgermeisterin Steffi Trittel auf dem diesjährigen Neujahrsempfang das Jahr 2014 für die Gemeinde Hohe Börde. Zum Neujahrsempfang waren zum elften Mal Vertreter der Vereine und Kirchen sowie der Feuerwehren und der Ortschaften, aber auch Minister und Vertreter übergeordneter Stellen in der Wellener Bürgerscheune zusammengekommen. So konnte die Bürgermeisterin unter anderem auch den Landesverkehrsminister Thomas Webel, den Landesinnenminister Holger Stahlknecht, den Landwirtschaftsminister des Landes, Hermann Onko Aeikens (alle CDU), sowie die Landtagsabgeordneten Rita Mittendorf (SPD) und Ralf Geisthardt (CDU) begrüßen. Alle gemeinsam nutzten das Treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Rückschau zu halten und auch ein bisschen die Zukunft zu planen.

Wettbewerbsteilnahmen bringen neues Wissen ein

Dass das vergangene Jahr ein so erfolgreiches für die Gemeinde war, liegt nach Einschätzung der Bürgermeisterin nicht zuletzt an der Teilnahme an mehreren Wettbewerben. So gab es beim Wettbewerb um den Demografiepreis eine Anerkennung und beim Unternehmer-Preis, einer Gemeinschaftsaktion der Ostdeutschen Sparkassen und der Super-Illu, rangierte die Hohe Börde in der Kategorie Kommune dicht hinter der Landeshauptstadt Magdeburg. Zudem war der europäische Dorferneuerungspreis der ARGE Landentwicklung eine Herausforderung für die Gemeinde, die mit der Übergabe des Europäischen Dorferneuerungspreises für besondere Leistungen in mehreren Bereichen der Dorfentwicklung im schweizerischen Vals endete. Beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" gelang es den Ortschaften Rottmersleben und Bebertal Silber und Bronze in die Hohe Börde zu holen.

"Jede dieser Bewerbungen hat uns neues Wissen und Anregungen vermittelt", blickte Steffi Trittel zurück und verwies besonders auf das Thema des europäischen Wettbewerbes, das "Besser leben" heißt. "Es zeigt die Entwicklungsrichtungen und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger, die sich als Lebensmittelpunkt für eine ländliche Gemeinde entschieden haben", so Steffi Trittel. Sie würden bewusster, besser, leben wollen. Dafür sei in der Gemeinde auch die Beteiligung an der aktiven Dorferneuerung und -entwicklung ein Beispiel. "Das Ziel ist nicht der materielle Wohlstand, sondern ein gutes Landleben, eine intakte Landschaft und eine funktionierende Dorfgemeinschaft."

Toleranz und Vernetzung sind wichtig für die Zukunft

Doch um die Dörfer für die Zukunft zu wappnen, braucht es auch Toleranz, Widerstandsfähigkeit und Vernetzung. Gute Beispiele für die Vernetzung sind die Mitarbeit in der Leader-Aktionsgruppe "Flechtinger Höhenzug" und die Zusammenarbeit im Gemeinderat. Entsprechend blickt die Gemeinde auch positiv in die Zukunft. "Wir haben uns nicht zu einem verrückten Wachstum um jeden Preis entschlossen, weil wir wissen, dass zum besseren Leben andere Dinge beitragen, wie Gesundheit, Arbeit, Sicherheit, Familie, eine intakte Natur, vitale Ortskerne und vor allem Zeit", erklärte Steffi Trittel.

Seinen Stolz über das in der Hohen Börde und im ganzen Land Sachsen-Anhalt Geschaffene drückte auch Innenminister Holger Stahlknecht, selbst in Wellen beheimatet, aus. Er sprach stellvertretend für alle Minister ein Grußwort und kannte auch viele von denen, die in der Hohen Börde für den Erfolg verantwortlich sind. Einer von ihnen wurde geehrt - der langjährige Gemeinderatsvorsitzende Diethard Brüggemann, der dieses Amt im vergangenen Jahr aufgegeben hat.

Einen besonderen Erfolg konnten im vergangenen Jahr auch neun Jugendliche der Gemeinde verbuchen. Sie nutzten die Sommerferien, um auf Initiative des Jugendbüros der Gemeinde einen Song und ein Video zu produzieren. Ihr fertiges Werk konnten sie neben dem Auftritt der Bebertaler Jagdhornbläser "Weidmannsheil" als kulturelle Umrahmung des Neujahrsempfangs präsentieren.