In der Begegnungsstätte in Barleben herrschte in den vergangenen zwölf Monaten rege Betriebsamkeit. 712 Veranstaltungen mit insgesamt 8426 Besuchern fanden im Breiteweg 147 statt.

Barleben l Auch wenn in der Einheitsgemeinde Barleben aufgrund der prekären Haushaltslage auch im sozialen und kulturellen Bereich gespart werden muss, die Senioren fühlen sich weiter gut aufgehoben. Denn wer in den vergangenen zwölf Monaten die Einladung zu einer der zahlreichen Veranstaltungen in der Begegnungsstätte - bis Dezember unter dem Dach der Volkssolidarität - im Breiteweg 147 angenommen hat, der kann das bestätigen, hierher kommt man immer wieder sehr gern.

Und so zeigt sich Margitta Pape, Leiterin der Begegnungsstätte, rückblickend auf das Jahr 2014 mit dem Ergebnis trotz der nicht unerheblichen Einschränkungen zufrieden: "Die Vielfalt der Veranstaltungen, wo wir keine Abstriche zugelassen haben, und vor allem die rege Beteiligung zeigen mir, die Auswahl war richtig, die älteren Bürger durchweg angetan."

"Ich bin mir sicher, dass wir nicht an Zugkraft verlieren werden."

Margitta Pape, Leiterin der Begegnungsstätte in Barleben

Bevor aber Margitta Pape auf die akribisch geführte Statistik zu sprechen kommt, verweist sie darauf, dass die Begegnungsstätte seit dem 1. Januar dieses Jahres nicht mehr in Trägerschaft der Volkssolidarität, sondern des Mehrgenerationenzentrums ist. "Das heißt, dass es eine Bilanz, die allein auf die Senioren zugeschnitten ist, in Zukunft nicht mehr geben wird", so die Leiterin. "Ich bin mir aber sicher, dass wir dennoch an Zugkraft nicht verlieren werden. Im Gegenteil, da die Einrichtung mit drei großzügigen Räumen gut bestückt ist, zudem eine moderne Küche vorhält, werden die Zahlen eher ansteigen, da die Begegnungsstätte verstärkt Jung und Alt offen steht."

Im vergangenen Jahr, und das ist der letzte Stand, haben insgesamt 712 Veranstaltungen stattgefunden. Wobei, wie die Leiterin betont, auch die Essenausgabe in die Statistik fällt. Nur so ist auch die enorme Zahl von 8426 Besuchern zu erklären, die 2014 insgesamt in die Begegnungsstätte kamen.

Das Hauptaugenmerk im Breiteweg 147, wo sich seit 2012 die Einrichtung befindet, wurde im vergangenen Jahr weiter auf die kulturelle Betreuung gelegt. Die Woche der Begegnungen, die Jahr für Jahr landesweit von der Volkssolidarität organisiert wurde, war nach Aussagen der Leiterin der Begegnungsstätte auch 2014 ein Achtungserfolg.

Eine sehr treffsichere Veranstaltung, die bei den Senioren immer besser ankommt, ist das alljährliche Schützenfest. Auf dem vielseitigen Programm der Begegnungsstätte standen aber auch solche Höhepunkte wie der Besuch des Operettensommers in Bad Salzelmen oder die Busfahrt nach Tangermünde. Außerdem im Angebot waren solche Veranstaltungen wie die Verkehrsschulung oder der Vortrag über die Patientenverfügung. Doch die Senioren sahen sich im vergangenen Jahr nicht nur als passive Zuschauer und Zuhörer. Als beispielsweise zum Sommerfest oder zur Weihnachtsfeier eingeladen wurde, waren sie selbst aktiv, gestalteten ihr eigenes Programm.

Die einzige wirkliche "Verschnaufpause", versichert Margitta Pape, gibt es lediglich zu und zwischen den Feiertag am Jahresende. Seit dem vergangenen Mittwoch aber herrscht wieder reges Treiben im Breiteweg 147. Am Dienstag waren ab 14 Uhr die Frauen der Handarbeitsgruppe in der Begegnungsstätte anzutreffen.