Die Veranstalter vom Bibliotheks- und Kulturverein und der Zielitzer Bibliothek warteten beim ersten Vorlesenachmittag im neuen Jahr mit einer Neuerung auf. Die Besucher konnten sich über Märchen aus dem Kamishibai-Theater freuen.

Zielitz l Was ist Kamishibai? Das fragten sich die Besucher des ersten Vorlesenachmittages mit Kaffeeklatsch im neuen Jahr, als sie die Vorankündigung gelesen hatten.

"Das Kamishibai ist ein aus Japan stammendes Papier- oder Erzähltheater: Der Geschichtenerzähler schiebt seine Bilder in den Bühnenrahmen, öffnet die Flügeltüren und beginnt, Bild für Bild seine Geschichte zu erzählen", klärt Bibliotheksleiterin Ronni Wagner auf. Sie selbst hatte diese Form der darstellenden Kunst bei einer Tagung des Fachkreises Bibliotheken kennengelernt. Das Kamishibai-Theater mit Vorleserin und Bibliotheksmitarbeiterin Bärbel Stichnoth und ihrer Assistentin Sara Taher Ali zog dann auch gleich die Kinder und Erwachsenen in seinen Bann. Aufmerksam folgten die Besucher der Vorleserin und schauten sich dazu die Illustrationen an. Nach "Frau Holle" gab es noch ein kleines Märchenbilderrätsel, bei dem die Kinder die gesteckten Darstellungen einem Märchen zuordnen mussten.

Gedicht zum Schluss sorgt für gute Stimmung

Zum Schluss sorgte Bärbel Stichnoth noch für gute Stimmung bei den Erwachsenen mit "Gedichten, die glücklich machen" aus dem Band "Sozusagen grundlos vergnügt" von Mascha Kaléko.

Dana Lutzki, im Bibliotheks- und Kulturverein federführend für die Vorlesenachmittage verantwortlich, freute sich über den großen Zuspruch gleich bei der ersten Veranstaltung im Jahr 2015. Die endete auch dieses Mal wieder mit einem gemeinsamen Kaffeeklatsch, für den Mitglieder des Bibliotheks- und Kulturvereines den Kuchen gebacken hatten.