In der Zielitzer Ganztagsschule wird großer Wert auf die Berufsorientierung der Schüler gelegt. Unter anderem gibt es alljährlich ein Bewerbungstraining mit Vertretern von Unternehmen aus der Region und der Berufsberaterin von der Agentur für Arbeit.

Zielitz l Rekordbeteiligung beim diesjährigen Bewerbertag in der Ganztagsschule Zielitz. Vertreter von zwölf Unternehmen oder Institutionen waren in die Schule gekommen, um die Schüler der neunten Klassen bei fiktiven Bewerbungsgesprächen auf den Ernstfall vorzubereiten.

"Trotz reichlich Herzklopfen waren es gute Gespräche."

Alle Mädchen und Jungen waren im feinen Zwirn gekommen. Ihre Bewerbungsunterlagen hatten sie bereits in den Tagen zuvor im Unterricht erarbeitet und zusammengestellt. "Trotz reichlich Herzklopfen waren es gute Gespräche", berichtet Jule Theuerkauf, die gern Erzieherin werden möchte. Sie hatte ihre Bewerbungsunterlagen bei den Vertretern vom Ameos-Klinikum und vom Bodelschwingh-Haus abgegeben. "Beide Male wurde mir der Rat gegeben, mich vorher besser über das Unternehmen zu informieren, bei dem ich mich bewerbe."

Lisa Hecht möchte gern Architektin werden. "Diesen Beruf hat allerdings keiner der Betriebe angeboten, die in die Schule gekommen waren", erzählt die Schülerin, "deshalb habe ich mich bei Salutas und beim Kaliwerk Zielitz beworben. Bei der Auswertung der Bewerbungsgespräche sagten mir die Firmenvertreter, dass ich nicht so schüchtern sein und mehr aus mir herausgehen soll."

Berufsberaterin Alrun Tech von der Arbeitsagentur lobt die ausgezeichnete Arbeit der Zielitzer Schule bei der Berufsorientierung der Schüler. "Die Vorbereitungen auf die Berufswahl beginnen schon in der siebenten Klasse. Da gilt es, Interessen zu finden und ein erstes Praktikum zu absolvieren." Die Berufsberaterin weist auch auf die Unterstützung durch die Arbeitsagentur hin. "Neben der reinen Ausbildungsvermittlung gibt es beispielsweise in den zehnten Klassen Schulsprechstunden und auch einen finanziellen Zuschuss für die Bewerbungsunterlagen."

Fachlehrer Lutz Regener, an der Schule für die Berufsorientierung verantwortlich, freut sich über die Rekordbeteiligung der Unternehmen.

"Wir haben einen stabilen Pool an Ausbildungsbetrieben, die uns unterstützen."

"Wir haben zwar einen stabilen Pool an Betrieben, die uns unterstützen, aber zwölf Ausbildungsbetriebe hatten wir noch nie", so der Lehrer.

Die Palette der Unternehmen reichte dabei unter anderem von der Kreissparkasse Börde, über das Wolmirstedter E-Center, die Rothenseer Generatorenfertigung, die Deutsche Bahnbau Gruppe, die Verbandsgemeinde Elbe-Heide bis hin zum Best Western Hotel, die Polytec Plastic Germany und Malermeister Fischer aus Farsleben.