Wenig einladend hat der Parkplatz am Wartberg zu Jahresanfang gewirkt. Überall lag Müll herum, der achtlos zurückgelassen wurde. Mitglieder des Wartbergvereins beseitigten bei einem Arbeitsein-satz den Missstand, hoffen zukünftig aber auf die Vernunft der Mitbürger.

Niederndodeleben l Mangelndes Umweltbewusstsein mancher Zeitgenossen sorgt immer wieder für Unmut. Betroffen sind Anwohner oder Spaziergänger, die auf Zeugnisse solchen Fehlverhaltens treffen. Haus- oder Sperrmüll und sonstige Abfälle werden auf Parkplätzen oder in der Landschaft verbracht, obwohl es durchaus geeignete Möglichkeiten zur Entsorgung gibt. Folge sind Verschmutzung der Umwelt und wilde Müllkippen, die die Umgebung verschandeln.

Immer wieder von illegaler Müllentsorgung betroffen ist auch der Parkplatz am Wartberg zwischen Irxleben und Niederndodeleben. Dort kämpfen Mitglieder des Wartbergvereins seit langem gegen wachsende Müllberge. Werner Schier und Günther Reinecke gehören zu denen, die sich auf den Weg machen, um für Sauberkeit zu sorgen. Keine angenehme Aufgabe für die Freiwilligen, die ihre Zeit opfern, das ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet in Ordnung zu halten.

Werner Schier betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. "Wir müssen feststellen, dass der Parkplatz immer wieder als Müllentsorgungsstelle missbraucht wird. Mögliche Verursacher werden aber nur selten auf frischer Tat ertappt. Wir möchten daher die Bevölkerung sensibilisieren, die Augen offen und das Landschaftsschutzgebiet sauber zu halten. Vielleicht wird auf diese Weise für mehr Ordnung und Sauberkeit gesorgt."

Bei der jüngsten Beräumungsaktion mussten neben etlichen Müllsäcken und Resten einer Küche in mühsamer Sammelarbeit leere Silikonkartuschen aus dem Unterholz herausgepickt werden. "Vielleicht hat ein Fliesenleger die Kartuschen hier vergessen, der Menge nach zu urteilen", vermutet Günther Reinecke. Warum aber Küchenschränke hier abgelegt worden sind, ist nicht nachzuvollziehen. "Das ist Sperrmüll, der kostenlos abgeholt wird. Kein Grund also, mit ihm die Landschaft zu verunstalten", so die Mitglieder des Wartbergvereins.

Thomas Kretschmer, Sachgebietsleiter der Unteren Abfall- und Bodenschutzbehörde, verweist darauf, dass Abfälle nur in dafür zugelassene Anlagen verbracht werden dürfen. "Illegale Entsorgung zieht ein Bußgeldverfahren nach sich. Sind gefährliche Abfälle im Spiel, droht ein Strafverfahren." Dabei ist die Entsorgung eine lösbare Aufgabe. Haushaltstypische Gegenstände und Möbel oder Sperrmüll werden beispielsweise kostenlos abgeholt, stellt der Sachgebietsleiter noch einmal klar. In diesem Falle reicht ein Anruf beim Eigenbetrieb des Landkreises Börde, mit dem ein Abholtermin vereinbart wird.

Thomas Kretschmer bittet die Bürger im Falle illegaler Entsorgung um Unterstützung. "Wenn derartige Sachverhalte beobachtet werden, benötigen wir möglichst viele Informationen. Dann ist eine Ahndung leichter möglich."