Insgesamt 20 Kubikmeter an Kleidung und Alltagsgegenständen sind bei einer Sammelaktion in Barleben für Flüchtlinge in der Ukraine Ende des vergangenen Jahres zusammengekommen. Nun haben die Hilfsgüter ihren Bestimmungsort erreicht.

Barleben l Die Sachspenden, die bei einer gemeinsamen Sammelaktion des Heimatvereins Barleben, der Kirchengemeinde sowie zweier Unternehmer abgegeben worden sind, haben ihren Bestimmungsort erreicht. Insgesamt rund 20 Kubikmeter waren im November des vergangenen Jahres bei der Aktion zugunsten von hilfsbedürftigen Flüchtlingen in der umkämpften Ostukraine zusammengekommen. Gespendet wurden unter anderem Kleidung, Spielsachen, Geschirr und andere nützliche Alltagsgegenstände.

"Die Hilfsbereitschaft in Barleben war extrem. Wir hatten mit einer Lkw-Ladung gerechnet, am Ende waren es vier."

Andreas Richter, Mitorganisator der Spendenaktion

"Die Hilfsbereitschaft in Barleben war extrem", resümiert Mitorganisator Andreas Richter. "Wir hatten mit einer Lkw-Ladung gerechnet, am Ende waren es vier", sagt er und bedankt sich bei allen Spendern für die Unterstützung. Es sei eine logistische Herausforderung gewesen, "die Hilfsgüter möglichst kostengünstig in die Ukraine zu bekommen und die Unwägbarkeiten der EU-Außengrenze zu überwinden", erläutert Andreas Richter.

Die Spenden der hilfsbereiten Barleber werden nun in einem Flüchtlingsheim im ukrainischen Chmelnyzkyj verteilt. "Die Frauen sortieren die Gaben und suchen sich das heraus, was sie für ihre Familien brauchen", informiert der Organisator. Gelenkt werde die Verteilung der Sachen von ehrenamtlichen Helfern aus den Kreisen pensionierter Polizeibeamter. Insgesamt hat Chmelnyzkyj etwa 260000 Einwohner. "Nach Schätzungen der dortigen Behörden haben dort 10000Flüchtlinge Zuflucht gesucht."

Vorerst sei keine weitere Spendenaktion geplant, da die Helfer mit Strafzöllen auf die Einfuhr von gebrauchten Autos in die Ukraine rechnen müssten. Die Barleber hatten ihre Sachspenden in Kooperation mit einem ukrainischen Unternehmer in gebrauchten, sonst leer fahrenden Autos transportiert.

Bilder