Die Grundschule und das Gymnasium Pierre Trudeau haben die deutsch-französische Freundschaft zelebriert. Hierzu gab es Frühstück mit Croissants und spezielle Unterrichtsstunden zum Thema Frankreich.

Barleben l Croissants waren das verbindende Element am deutsch-französischen Tag an den Schulen der Ecole-Stiftung in Barleben. Die Grundschule begann den Tag mit einem großen Frühstück, bei dem das französische Gebäck nicht fehlen durfte. Am Gymnasium bekamen die Fünftklässler während einer Unterrichtstunde ebenfalls Croissants gereicht.

Nach dem Frühstück war für die Klasse 1b der Ecole-Grundschule dann Bescherung. Post von Brieffreunden aus Frankreich war angekommen. Neugierig lasen die Schüler, welche Botschaften sie aus Frankreich erreicht hatten. Bei Verständnisproblemen war Lehrer Yves Le Mao sofort zur Stelle. Eine weitere Klasse bastelte Friedenstauben, als Symbol dessen, was die deutsch-französische Freundschaft ausmacht.

Am Gymnasium war es die Aufgabe der Elftklässler, genauer gesagt des Französisch-Grundkurses, eine Schulstunde für die fünften Klassen zu gestalten. Zu Beginn ließen sich die Kinder die von der Ecole-Stifung spendierten Croissants schmecken und nach dem landestypischen Snack wurde den Schülern französische Landeskunde und Kultur nähergebracht. Hierbei wurden die Schüler gefragt, mit welchen Klischees sie Deutschland und Frankreich in Verbindung bringen.

Die Vorbereitungen liefen bereits seit Wochenbeginn

Im Anschluss gab es ein Kreuzworträtsel und auch Lieder wurden gesungen. Beim Thematisieren der Geschichte des deutsch-französischen Tages achteten die Elftklässler darauf, nicht zu textlastig zu werden. Mündliche Mitarbeit war an diesem Tag eher gefragt.

"Wir wollen den Schülern Möglichkeiten und Perspektiven aufzeigen, sie sollen verstehen, warum es sinnvoll ist die französische Sprache zu lernen", berichtete Lehrerin Adeline Flemming.

Begonnen hatten die Vorbereitungen zum deutsch-französischen Tag am Gymnasium bereits am Montag mit einem Internetwettbewerb, bei dem die Schüler ihr Wissen über Frankreich beweisen konnten. "Die Schüler sollen verstehen, welche Rolle Deutschland und Frankreich im gemeinsamen Europa spielen", erklärte Ada Gorskih, Fachschaftsleiterin für Französisch.

Anne Hilbert, Referendarin am Ecole Gymnasium, sehe auch den "Austausch zwischen Schülern und Lehrern" als wichtig an. "Natürlich wollten wir mit den Schülern auch über die Anschläge in Paris sprechen, ein so aktuelles Thema konnten wir an diesem Tag nicht umgehen", so Hilbert weiter.

Der deutsch-französische Tag geht zurück auf den Élysée-Vertrag, der die Freundschaft zwischen den beiden Nachbarländern stärken sollte. Unterschrieben wurde er am 22.Januar 1963 im Élysée-Palast in Paris von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle.