Einmal im Jahr stellen die Mädchen und Jungen der Zielitzer Schauspielschule für Kinder und Jugendliche der Öffentlichkeit vor, was sie bereits gelernt haben. Das Jahresvorspiel fand vermutlich letztmalig im Holzhaustheater statt.

Zielitz l Das Publikum bekam beim Jahresvorspiel einen Eindruck davon, wie eng es im kleinsten Theater Sachsen-Anhalts ist. Nicht nur im Zuschauerraum, sondern auch hinter Bühne. Da kam es schon mal vor, dass Kostümteile verwechselt wurden. "Wir hoffen aber darauf, dass wir zu unserem nächsten Jahresvorspiel schon in das neue Dorftheater einladen können", sagte Sigrid Vorpahl, die Leiterin der Zielitzer Schauspielschule für Kinder und Jugendliche.

Viel Neues haben die Schauspielschüler im zurückliegenden Jahr gelernt. Davon stellten sie einiges dem Publikum vor. Wegen der beengten Platzverhältnisse wurde das Jahresvorspiel geteilt: Zunächst zeigten die Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren ihr Programm, danach die älteren Schüler.

Besonders den Jüngsten war das Lampenfieber noch anzumerken. Doch wer im Alter von fünf Jahren schon vor einem großen Publikum bestehen kann, sollte seinen Weg machen. "Vorstellungserfahrung kann nicht durch noch so viele Proben ersetzt werden", kommentierte Sigrid Vorpahl.

Viel Ruhe strahlten aber Bernd Vorpahl und Tanzlehrerin Friederike Walther aus. Bei ihnen haben die jüngsten Schauspielschüler schon viel gelernt. Sie führten unter anderem einen Gespenstertanz im Schwarzlicht auf oder zeigten den Kuscheltiertanz. Die Schüler der Gruppe Märchen brachte die Geschichte vom "Sterntaler" in zweifacher Besetzung auf die Bühne. Viel Beifall gab es für die Spielszenen "Nordwind und Sonne". Eindrucksvoll auch die Heinz-Erhardt-Vorträge.

Die älteren Schauspielschüler zeigten Ausschnitte aus ihrem Übungsprogramm, aber auch einzelne Szenen zum Beispiel aus "Pippi Langstrumpf". Die Schüler der Expertenklasse der Schauspielschule hatten sich mit der Szene "Martes Haus" aus Goethes Urfaust beschäftigt. Daraus brachten sie zwei ganz unterschiedliche Versionen zur Aufführung. Bemerkenswert die zwei Szenen aus dem Jugendroman "Tom Sawyer" von Mark Twain, die die Schüler selbst improvisiert, aufgeschrieben und inszeniert hatten.

Zum Schluss stellten sich alle Akteure noch einmal dem Publikum vor. Interessant, dass sie nicht nur aus Zielitz kommen, sondern auch aus Niederndodeleben, Heinrichsberg, Rogätz, Colbitz, Sandbeiendorf, Haldensleben, Meseberg, Samswegen, Magdeburg...

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