Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe und einem Tag der offenen Tür sind die berufsorientierenden Werkstätten an der Gutenbergschule in Wolmirstedt offiziell in Betrieb genommen worden. 3,5 Millionen Euro kosteten Teilabriss, Umbau und Erweiterung der alten Sporthalle.

Wolmirstedt l Die Schüler praxisnah auf den möglichen späteren Berufsalltag vorbereiten und ihnen schon lange vor dem Schulabschluss einen realistischen Einblick in verschiedene Berufsfelder geben - dafür sind die neuen Werkstätten an der Ganztagsschule "Johannes Gutenberg" in Wolmirstedt gebaut worden. Am vergangenen Sonnabend wurde das Gebäude unter den neugierigen Blicken der geladenen Gäste offiziell in Betrieb genommen. Unter ihnen waren unter anderem Staatssekretär Jan Hoffmann, Börde-Landrat Hans Walker, Wolmirstedts Bürgermeister Martin Stichnoth, Vertreter des Land- und Bundestages, der bauführenden Firmen, des Schulelternrates sowie des Fördervereins.

Um die Werkstätten offiziell zu eröffnen, übergaben die Planer den Originalschlüssel über den Landrat weiter an Schulleiter Helmut Thiel. "Mit den Werkstätten ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Ich bin außerordentlich froh, dass aus einer maroden Turnhalle solch ein toller Bau geworden ist", sagte dieser bei der Begrüßung der Besucher. Zur Feier des Tages zeigten auch die Sänger des Schulchores auf der Galerie der Werkstatthalle ihr Talent.

Nach mehreren Grußworten hatten die Besucher bei einem Tag der offenen Tür die Gelegenheit, sich ein genaues Bild von den neun Werkstätten zu machen. Um zu zeigen, wie sie dort künftig arbeiten, forschen und lernen werden, hatten Schüler und Lehrer extra Blaumann, Schürze und Co. übergezogen. So zeigten einige Fünftklässler in der Ökologie-Werkstatt, wie Pflanzen richtig beschnitten und umgetopft werden. Siebt- und Achtklässler überprüften in der Mechanikwerkstatt alle wichtigen Funktionen von Fahrrädern, und in der Sanitär- und Malerwerkstatt wurde eifrig montiert und tapeziert.

Des Weiteren beherbergt der Bau eine Mechatronik- sowie eine Robotik-Werkstatt und Werkstätten für pädagogische Wissenschaft, Medienwissenschaft, Schülerfirmen sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe. Die Schule möchte mit regionalen Unternehmen und Partnern wie der Universität Magdeburg kooperieren. Bis alle Pflicht-Wahl und Leistungskurse angeboten werden und die Stätten voll in Betrieb genommen sind, werden laut Helmut Thiel wohl noch zwei Jahre vergehen.

Für das neue Gebäude wurde die alte Sporthalle teilweise abgerissen, umgebaut und erweitert. Baubeginn für das 3,5-Millionen-Euro teure Projekt war im August 2013. Gefördert wurde es mit Mitteln aus dem Landesprogramm StarkIII sowie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

   

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