2014 wurden in der Ohre- stadt 81 Geburten im Einwohnermeldeamt beurkundet. Das bedeutet, in den vergangenen zwölf Monaten erblickten 47 Mädchen und 34 Jungen das Licht der Welt.

Wolmirstedt l Es ist nun einmal so, man muss dem Kinde einen Namen (standesamtlich) geben. Seit wann das gehandhabt wird, das verschweigen allerdings die Geschichtsbücher. Dennoch werden Statistiken geführt und die wiederum reichen bis weit ins Mittelalter zurück.

"Der Name, in dem Fall der Vorname, aber allein reicht nicht", versichert Cornelia Bertling vom Einwohnermeldeamt Wolmirstedt mit Blickrichtung Eltern, "man muss sich auch die Geburt beurkunden lassen." Was die Mitarbeiterin damit sagen möchte, dass im Jahr 2014 in Wolmirstedt 81 Kinder, davon 47 Mädchen und 34, beurkundet wurden. Was einen leichten Geburtenrückgang gegenüber 2013 bedeutet, da wurden 86 Geburten (44 Mädchen und 42 Jungen)registriert. Der Geburten-Rekord allerdings liegt fast zehn Jahre zurück. 2005 mit 135 Geburten, darunter 68 Mädchen.

Ein weitaus schwierigeres Thema, so weiß Cornelia Bertling, als die Geburt selbst ist die Namensgebung. Je näher der Tag der Niederkunft heranrückt, die im Regelfall in Magdeburg bzw. in Haldensleben ist, desto häufiger stellen sich die Eltern die Frage: "Wie soll er oder sie denn heißen?" Das aber sei vorab angemerkt: Eltern, die einen einzigartigen Vornamen bevorzugen, denen sind in Deutschland allerdings die Hände gebunden. Ein Regelwerk besagt unter anderem, dass ein Vorname eindeutig als solcher erkennbar sein und zweierlei leisten muss: Sie betonen die Persönlichkeit und machen den Namensträger hörbar unverwechselbar.

So sollte man zumindest glauben. Aber das Leben schreibt eigene Geschichten, pardon, Vornamen, wie ein Blick auf die Bestsellerliste unter den Vornamen zeigt, die es in Wolmirstedt eigentlich so gar nicht gibt.

Der beliebteste Name 2014 bundesweit bei Jungen ist Ben, bei den Mädchen Emma. In der Ohrestadt zeigt sich die Situation total anders, da führt Lukas (Platz 4 der Bestenliste) vor Liam (29.). Bei den Mädchen liegt Lotta (31.) vor Matilda (33.) Dennoch kann die Ohrestadt mit einem Spitzenwert aufwarten: Bei 81 Geburten gab es über 60 verschiedenen Namen. Während es bei den Mädchen doch die eine oder andere Doppelung gab, müssen sich die Jungen des Jahrgangs 2014 keine Sorgen machen, dass Verwechslungen auftreten. Bei 34 Geburten gab es kaum eine Dopplung und wenn doch, dann wurde fürsorglich ein zweiter Vorname dazu gegeben, wie John Frank, Ryan Bobby oder Pepe Alecandro.