Wolmirstedt l Selma steht auch für "Selbermachen" und das mit viel Freude. So erstaunt es nicht, dass die gleichnamige Werkstatt unter der Anleitung der Wolmirstedter Malerin Renate Seidel auch im neuen Jahr gut ausgebucht ist. Bei der Werkstatt handelt es sich einmal mehr um ein Atelier, das vor 15 Jahren im Wolmirstedter Bürgerhaus ihre Heimstätte gefunden hat. Die Frauen und Männer, die die Malerei als Hobby für sich entdeckt haben, treffen sich dort immer mittwochs. "In der Regel finden vier Kurse statt", erläutert Renate Seidel, die gestern einen Blick in den großen Malraum gewährte. Ob nun Stillleben, Porträts oder Landschaften, die gesamte Bandbreite der Malerei wird von den Hobbykünstlern bedient. Was sich dem Betrachter dagegen bei einem Besuch nicht sofort erschließt, ist der Name "Selma", den sich der Malzirkel gegeben hat. Der Name "Selma", so erläutert die Leiterin, "geht nicht auf ,Selbermachen`, sondern auf den Vornamen einer meiner beiden Großmütter zurück". Von Hedwig und Selma, so die Namen der beiden Frauen, verrät Renate Seidel, hat sie auch ihr Talent geerbt.

Wie viele Mitglieder im Bürgerhaus davon profitieren, kann die Zirkelleiterin nicht genau sagen. "Um die 30 werden es sein, die sich einmal in der Woche zum Malen treffen." Die Frauen, die deutlich in der Überzahl sind, und Männer kommen nicht nur aus Wolmirstedt, auch aus Colbitz, Flechtingen, Samswegen und Haldensleben in die Ohrestadt, um hier das Malen zu erlernen und zu vervollkommnen.