Fördermittel spielen bei Investitionen in der Gemeinde Hohe Börde eine große Rolle. Um das auch künftig so zu handhaben, will die Gemeinde sich weiterhin in der Leader-Aktionsgruppe "Flechtinger Höhenzug" engagieren. Derzeit werden Projektideen gesucht.

HoheBörde l Mit Hilfe der Leader-Förderung ist in den vergangenen Jahren in der Hohen Börde einiges erreicht worden. "Ohne Fördermittel hätten wir die Region nicht in dem Maße entwickeln können", bringt es Bürgermeisterin Steffi Trittel, die zugleich auch Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) "Flechtinger Höhenzug" ist, auf den Punkt. Nach ihrem Wunsch soll das auch in Zukunft so bleiben. Die neue Förderperiode, die bis 2020 andauert, hat gerade begonnen.

So ist derzeit die LAG "Flechtinger Höhenzug", der die Gemeinde Hohe Börde angehört, ebenso wie jede andere Lokale Aktionsgruppe angehalten, eine sogenannte Lokale Entwicklungsstrategie - kurz LES - als Leitprogramm für die nächsten sieben Jahre zu erstellen. Um diese mit Leben zu erfüllen, sind nun auch speziell in der Hohen Börde Projektideen gefragt, die sich an drei Schwerpunkten orientieren sollen. Das sind die Vernetzung und Vermarktung des kulturellen und landwirtschaftlichen Erbes, die Daseinsvorsorge sowie die Verbesserung der Ressourceneffizienz zur Anpassung der Region an den Klimawandel. Dementsprechend sollen, wie Leader-Manager Wolfram Westhus weiß, die Projektideen ausgerichtet sein.

Steffi Trittel ruft die Akteure in der Hohen Börde auf, die Chance zu nutzen und Projektanträge zu stellen. Die Akteure müssen nicht zwingend Mitglied der LAG sein. Jeder, der eine gute Idee und nach Möglichkeit auch Eigenmittel hat, kann seine Idee zu Papier bringen und einen Projektantrag einreichen. Sowohl soziale Akteure wie beispielsweise Vereine als auch wirtschaftliche Akteure wie Unternehmen, die vielleicht mit ihrem Projekt auch noch Arbeitsplätze schaffen, haben Aussicht auf Förderung. Und auch wenn die eingereichten Projekte nicht zu der Lokalen Entwicklungsstrategie passen, so gehen sie, wie Steffi Trittel hinweist, nicht verloren. "Wichtig ist, dass wir wissen, was die Basis will", sagt sie und verweist auf die Möglichkeit, dass einige Projekte vielleicht für andere Fördermöglichkeiten relevant sein könnten. Die ersten Projektideen sind, auch infolge der Ideenkonferenz, die im Dezember in Hundisburg stattgefunden hat, eingetroffen.

Weitere Projektideen sollten so schnell wie möglich eingereicht werden, damit Leader-Manager Wolfram Westhus alles sichten und bewerten sowie die Lokale Entwicklungsstrategie zusammenstellen kann. Am 23. März soll dann in einer nächsten Mitgliederversammlung der LAG in Ummendorf die Entwicklungsstrategie beschlossen werden.

Entscheidende Weichen dafür sollen aber auch schon am morgigen Donnerstag ab 18 Uhr im Rathaus der Gemeinde Hohe Börde in Irxleben (Bördestraße 8) gestellt werden. Hier findet dann ebenfalls eine Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe "Flechtinger Höhenzug" statt. "Ich möchte alle Akteure der Hohen Börde einladen, bei der Mitgliederversammlung dabei zu sein", sagt Steffi Trittel und sieht darin eine Chance, weitere Ideen, die zukünftig zur ländlichen Entwicklung - besonders auch in der Hohen Börde - beitragen können, anzuregen.

Bilder