Bereits zum achten Mal kochten Bürgermeister und ihre Teams in der Barleber Ganztagsschule für eine gute Sache. Diesmal wurde das "Haus Sonnenschein" in Hohenwarthe bedacht, in dem 12 Kinder betreut werden, die es in ihren Familien nicht so gut haben.

Barleben l In der Küche der Barleber Ganztagsschule wurde geschnippelt und gerührt, gefüllt und dekoriert und anschließend gab es ein großes Festmahl für alle, liebevoll kredenzt von den Köchen höchstselbst. Das Thema lautete "Bulgarien" und so wurde ausschließlich nach bulgarischen Rezepten gekocht und gerne nach Gutdünken abgewandelt. Niedere-Börde-Bürgermeisterin Erika Tholotowsky und ihr Team zauberten eine Vorspeise aus Schafskäse, Zwiebeln und Bruschetta. "Es fühlt sich gut an, für eine gute Sache zu kochen", sagte sie.

Die gute Sache soll ein großer Schrank werden, in dem Bastelsachen verstaut werden können. "Die Kinder im `Haus Sonnenschein` spielen, toben und basteln genauso gern, wie alle anderen Kinder auch", sagte Bernd Köppen, der Bürgermeister der Gemeinde Möser, zu der Hohenwarthe gehört, "sie leben in einem schönen Gebäude und eine Ecke darin eignet sich hervorragend für solch einen Schrank."

Das Ergebnis des Kochabends wird den Kindern ihren Wunsch wohl erfüllen. 2000Euro sammelte Heidekönigin Julia I nach dem Essen von den rund 70 Gästen ein. Soviel kam noch bei keinem der Kochabende zuvor zusammen.

Das freute besonders Jörg Meseberg, Geschäftsführer des Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverbandes und Initiator dieses Benefizkochens, der ebenfalls ein Kochteam stellte. "Dieser gemeinsame Kochabend ist einerseits eine Multiplikationsveranstaltung", erklärt er, "und sie dient dem guten Zweck."

Multiplikationsveranstaltung ist das Kochen deshalb, weil neben den Bürgermeistern auch deren zum Mitkochen eingeladene Gäste zusammenkommen und Kontakte knüpfen oder vertiefen können.

Barleben pflegt eine Partnerschaft mit dem bulgarischen Tzarevo. So verwunderte es nicht, dass mit Ljubka Gehrmann eine Bulgarin im Team von Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff mitkochte. Doch auch die Kochgemeinschaften des Elbe-Heide-Bürgermeisters Thomas Schmette und des Wolmirstedter Bürgermeisters Martin Stichnoth warteten mit Bulgarischem auf, dem Dessert Baklava und der Vorspeise "Schäfers Traum". Für die bulgarische Dekoration des Diner-Raums hatte das Team der Schulleiterin Monika Kuckuck gesorgt. Für die Musik nach dem Sechs-Gänge-Menü sorgte die Partyband "Let`s dance" von Kurt Prilloff.

   

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