Wolmirstedt l Gut Ding will Weile haben, heißt es in einem alten deutschen Sprichwort. Und daran hält man sich offensichtlich am Kurfürst-Joachim Friedrich-Gymnasium. Das heißt aber nun nicht, dass Alfred Wiese, 83 Jahre, und seine Arbeitsgruppe "Schulbroschüre" es langsam angehen lassen.

"Für die Jubiläumsbroschüre anlässlich des 20. Geburtstages der Schule nehmen wir uns die Zeit, die wir brauchen", erläutert der Chef der AG, "denn erst am 4. September zur Festveranstaltung muss das druckfrische Exemplar vorliegen.

Einen endgültigen "Fahrplan" für die Sonderausgabe hat das Team um Alfred Wiese noch nicht. "Natürlich werden wir die Historie der vergangenen 20 Jahre im Zeitraffer im Bild und Text Revue passieren lassen", umreißt der ehemalige Lehrer die Wegstrecke. Außerdem sollen Ehemalige zu Wort kommen, werden sich die verschieden Arbeitsgruppen und Schülerfirmen vorstellen, wird sich jede der 39 aktuellen Klassen in dieser Broschüre wiederfinden. Was Alfred Wiese, der viele Jahre Direktor der ehemaligen Erweiterten Oberschule in Wolmirstedt und bis zu seiner Pensionierung stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums war, besonders freut, dass ihm bereits ein Manuskript einer Mutter vorliegt, deren Kinder in der Schwimmbadstraße ihr Abitur erfolgreich bestanden haben.

Dennoch liegt vor den acht Machern eine harte Zeit. "Wir sind aber eine seit Jahren eingespielte AG", gibt sich Alfred Wiese sehr zuversichtlich, der der Arbeitsgemeinschaft seit der ersten Auflage im Jahre 1998 vorsteht.

Neben dem "Urgestein" sind es der ehemalige Physiklehrer Dr. Wolfgang Ernst, der sich hauptsächlich um die technische Umsetzung kümmert, sowie Gerrit Pfister, Andrea Schlaugat, die beiden Kunstlehrerinnen Andrea Behnert und Jeanette Kugler, Axel Nielebock sowie Burkhard Frohn.

Es ist inzwischen die siebente Broschüre, mit einer Auflage von 1000 Exemplaren, an der gegenwärtig mit großer Akribie gearbeitet wird. Einen festen Zyklus für das Erscheinen gibt es nicht.

Die drei ersten Broschüren (1998, 2000 und 2002) kamen jeweils im Abstand von zwei Jahren auf den "Markt". Dann aber dauerte es drei Jahr bis rechtzeitig zum zehnjährigen Jubiläum des Gymnasiums im Jahre 2005 die vierte Auflage gedruckt wurde. 2008 erschien die Nummer fünf, 2012 schließlich mit 104 Seiten die bisher letzte Ausgabe im sogenannten Bauhausstil. Und natürlich spielte der altehrwürdige Kurfürst Joachim Friedrich stets eine wichtige Rolle. "Der Namensgeber des Gymnasiums war in allen sechs Ausgaben präsent", so Wiese, "und wird es auch in der siebenten sein."

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