Das BFZ in der Triftstraße ist der Anlaufpunkt in der Ohrestadt für die Kinder und Jugendlichen. 2014 gaben 4400 Besucher, die in 161 Gruppen anreisten, sich im wahrsten Sinne des Wortes die Klinke in die Hand.

Wolmirstedt l Das Bildungs- und Freizeitzentrum (BFZ), der Treffpunkt für die Kids nicht nur aus Wolmirstedt, ist mit den Jahren längst den Kinderschuhen entwachsen. Mitte Dezember feierte das BFZ inzwischen seinen 24. Geburtstag. "Dennoch sind es vorwiegend Kinder und Jugendliche, die unsere Einrichtung besuchen", verrät die Leiterin des BFZ, Kerstin Dauskardt. "Sie machen auch das Gros der 4400 Besucher aus, die im vergangenen Jahr in der Triftstraße weilten."

Bevor aber die BFZ-Chefin rückblickend auf einzelne Angebote eingeht, erinnert sie noch einmal daran, dass das Haus zwar vorwiegend auf die Bedürfnisse des Nachwuchses ausgerichtet ist, "es bietet aber auch Erwachsenen gute Bedingungen für eine interessante und sinnvolle Freizeitgestaltung". Das Bildungsangebot für die Mädchen und Jungen ist weit gefächert. Es reicht von Projektangeboten für Schulklassen über Wochenendprojekte speziell für Mädchen, Kreativ- und Theaterwerkstätten und Sportangebote bis zu themenbezogenen Ferienaktivitäten. "Und das Angebot hat sich inzwischen weit über Wolmirstedt hinaus herumgesprochen", versichert Kerstin Dauskardt und belegt dies mit Zahlen: "Angezogen durch die pädagogisch gut durchdachten, aber auch liebevoll betreuten Projekte, sowie das angenehme Ambiente der Einrichtung fanden im Jahr 2014 mehr als 161 Gruppen, vor allem Schulklassen, aber auch Kindergarten- und andere Einrichtungen mit fast 4400 Teilnehmern den Weg ins BFZ. Wie die Leiterin verriet, war 2014 der absolute Renner für den Nachwuchs das Projekt "Cowboys und Indianer". Rund 300 Kinder bevölkerten anlässlich des Internationalen Kindertages am 28. Mai das BFZ-Gelände.

Das aber war nicht der einzige Höhepunkt in den vergangenen zwölf Monaten. Ein weiteres gutes Beispiel , das die Chefin aufführte, war das Projekt "Graffiti - bei uns legal". An drei Tagen wurde 20 Jugendlichen abseits vom Alltagstrott ein Alternativangebot zum Beschmieren von Wänden aufgezeigt. Hohe Aktualität hatte die Veranstaltung im September mit dem vielsagenden Namen "Ich und du - interkulturelle Vielfalt und Demokratie".

Kerstin Dauskardt verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Ziel darin bestand, eine immer bessere Integration ausländischer Kinder und Jugendlichen in ihre neuen Heimat zu erreichen, demzufolge standen Toleranz und fairer Umgang miteinander im Miittelpunkt des Projektes.

Trotz der großen Vielfalt, die die Freizeiteinrichtung bietet, gibt es junge Menschen, die nur wenig über die Einrichtung wissen. Und so hält unser Haus, das versprach die Leiterin abschließend, auch in Zukunft verstärkt an der Veranstaltung "Offene-Tür-Arbeit" fest, in der die Kids von Montag bis Freitag in der Zeit von 13 bis 18 Uhr im BFZ pädagogisch betreut werden. Im vergangenen Jahr, so die Statistik, kamen an den fünf Wochentagen jeweils 20 bis 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 27 Jahren. Und stets dicht umlagert waren der Fußballplatz, das Fitnesscenter, aber auch die Tischtennisanlage oder der Billardtisch.