Calvörde (muß/il) l Ein Schornsteinbrand in Calvörde hat am Sonntagabend und noch am Montagfrüh für Feuerwehreinsätze gesorgt. Anwohner hatten Sonntagabend die Feuerwehr alarmiert. Ihnen war ungewöhnlich viel Qualm an einem Schornstein eines Mehrfamilienhauses aufgefallen, dann kamen auch noch Flammen dazu. Alle Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand.

Zehn Kameraden der Feuerwehr Calvörde rückten aus. Schon von weitem sahen sie Funken meterhoch in den Nachthimmel sprühen. Um mehr Atemschutzträger zur Verfügung zu haben, wurde die Feuerwehr Flechtingen alarmiert. Diese rückte mit weiteren 16 Kameraden an. Nach Angaben des stellvertretenden Gemeindewehrleiters Maik Wellmann gestaltete sich die Löschung des Kaminbrandes schwierig. Es war nicht möglich, mit Wasser zu löschen. Unter Atemschutz mussten die Feuerwehrleute den Kamin mit Pulver löschen und anschließend mühevoll reinigen.

Zu diesem Zweck haben viele Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr eine Schornsteinfegerausrüstung mit an Bord. So wurde aus dem Feuerwehrmann in Calvörde ein Schornsteinfeger. Fast eine Stunde brauchten die Kameraden, um den Kamin vom Dach und von innen zu kehren.

Gestern Vormittag mussten die Calvörder und die Flechtinger Wehren erneut ausrücken. Unter dem Dach des Mehrfamilienhauses hatte sich ein Schwelbrand entwickelt. Mit Hilfe einer Drehleiter suchten die Brandhelfer nun nach dem Glutnest.

Dafür mussten Dachziegel entfernt werden. Die Feuerwehr war eigentlich davon ausgegangen, dass der Kaminbrand am Vorabend gelöscht werden konnte. Die Freude darüber, dass es keinen nennenswerten Sachschaden gab, war dahin.