Entlang des neuen A14-Teilstücks bei Colbitz wird es jetzt grüner: Landschaftsgärtner sind derzeit dabei, zehntausende Bäume und Sträucher zu pflanzen. Auch entlang der Kreisstraße von Colbitz zur Autobahn gibt es Ersatzpflanzungen.

Colbitz l "Deutschlands grünste Autobahn", nannte Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) die A14-Nordverlängerung in der Vergangenheit mehrfach. So auch bei der Freigabe des Teilstückes bei Colbitz. Dieser Abschnitt wird derzeit nun noch grüner: Landschaftsgärtner sind dabei, zehntausende Sträucher und Bäume entlang des knapp sechs Kilometer langen Autobahnabschnittes zu pflanzen.

Bei den Arbeiten handelt es sich um Gestaltungs- und Ersatzmaßnahmen, teilte Peter Mennicke, Sprecher im Verkehrsministerium, auf Nachfrage mit. Parallel zur A14 werden dichte Hecken sowie Bäume gepflanzt. Die Pflanzungen sollen zudem Leitfunktionen erfüllen, um die vorgesehenen Querungsmöglichkeiten an Wildunterführungen, Fledermausbrücken und Amphibiendurchlässen zu verknüpfen. "Aus der Sicht des Artenschutzes ist der Erhalt des Biotopverbundes von größter Bedeutung", so Peter Mennicke.

Obstbaumallee

Östlich von Colbitz wurden die nicht mehr benötigten Straßenabschnitte der alten Kreisstraße Richtung Angern im Rahmen der Autobahnbauarbeiten bereits auf Wirtschaftswegbreite zurückgebaut. Entlang der neuen Kreisstraße zwischen Colbitz und der A14 werden ebenfalls Pflanzungen vorgenommen. Zur Ergänzung der bestehenden Obstbäume in Verbindung mit der geplanten Obstbaumreihe auf der Böschung des überführten Radweges werden Obstbäume gepflanzt. Durch die Kombination der Gehölze mit Grünland soll ein Brut- und Nahrungsangebot für die heimische Vogelwelt geschaffen werden, heißt es aus dem Verkehrsministerium.

Wie umfangreich die Pflanzarbeiten sind, zeigt ein Blick in die Zahlen. Insgesamt werden 815 Bäume gepflanzt: Hainbuche, Feldahorn, Spitzahorn, Bergahorn, Winterlinde, Wildapfel, Wildbirne, Pflaume, Sommereiche, Traubeneiche, Stieleiche und Eberesche.

Gepflanzt werden außerdem 42860 Sträucher: Roter Hartriegel, Haselnuss, Pfaffenhütchen, Liguster, Heckenkirsche, gelbe Johannisbeere, Kornelkirsche, Bibernellrose, Schlehe, Weißdorn, Hundsrose sowie Weide.

Die insgesamt bepflanzte Fläche soll laut Ministerium etwa 50000 Quadratmeter groß sein. Die Kosten für diese Maßnahmen bezifferte der Ministeriumssprecher auf rund 750000 Euro.

Der A-14-Abschnitt bei Colbitz war Ende Oktober vergangenen Jahres freigegeben worden. Es ist das erste fertiggestellte Teilstück der A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt. Die Baukosten lagen bei 61 Millionen Euro.