Frage: Liebes Narrenherz, was willst du mehr? Zum 60. Rosenmontagsumzug präsentierte sich die Niedere Börde in ihrem farbenprächtigsten Kleid - geschneidert von 750 Akteuren aus den ausgefallensten und skurrilsten (45) Schaubildern, bei fast frühlingshaften Temperaturen.

GroßAmmensleben l Einmal im Jahr erwacht die Niedere Börde aus dem Tiefschlaf: Und dieses (Jahrhundert)Ereignis blieb einmal mehr nicht unbemerkt. Hunderte Besucher, es können durchaus auch einige mehr gewesen sein, entlang der Magistrale zwischen Groß Ammensleben und Gutenswegen wollten das urige karnevalistische Spektakel nicht verpassen. Denn stets am Rosenmontag, und das seit nunmehr 60 Jahren, bewegt sich ein immer größer werdender farbenprächtiger Lindwurm gen Gutenswegen. Das "Festival der Farben hat sich im Laufe der sechs Jahrzehnte inzwischen weit über die Kreisgrenzen hinaus Gehör verschafft. Und jene Narren, die gestern den Weg in die Börde nicht scheuten, wurden bestens unterhalten, waren einfach nur happy.

750 Närrinnen und Narren ließen nämlich in 45 außergewöhnlichen Bildern (nacheinander) auffahren, was sie zuvor in "freiwilligen Aufbaustunden" mit Geschick und mehr oder weniger grenzenloser Fantasie hinter verschlossenen Türen zauberten.

In Bewegung gesetzt aber hat sich der Zug traditionell in Groß Ammensleben, wo das Prinzenpaar, Ringo I., Ritter der Dachhasen, und ihre Lieblichkeit, Prinzessin Stefanie II., fahrplangemäß um 13.14 Uhr mit dem Zug auf dem Bahnhof eintraf. Danach gab es dann im wahrsten Sinne des Wortes kein Halten mehr, setzte sich der Tross in Bewegung, brachte die närrischen Hoheiten und ihr Gefolge nach Gutenswegen. Gestandene Kenner der karnevalistischen Szene, darunter auch Verkehrsminister Thomas Webel, behaupten felsenfest, nie standen die Zuschauer - liebevoll auch als närrisches Volk bezeichnet - so dicht gedrängt an den Straßen, wie an diesem sonnendurchfluteten 16. Februar 2015.

   

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