Zielitz l Mehr als zwei Jahre - von 1966 bis 1968 - hat das Teufen von Schacht 2 gedauert. Fast genauso lange arbeitete die Gruppe um Projektleiter Volker Zetzsche an dem Modell im Maßstab 1:40. "Anfang 2013 hatten wir ein Schachtmodell bei einem Besuch in Sollstedt gesehen", erinnerte sich Zetzsche. Dabei entstand die Idee, etwas Ähnliches auch für Zielitz zu fertigen. Als das aus der Idee entwickelte Baukonzept den Mitgliedern bei einem Vereinsabend vorgestellt wurde, gab es anfängliche Skepsis. Doch dann legte das Bauteam, zu dem auch Paul Besser, Ingo Frost, Uwe Bode und Horst Pfeil gehören, mit großem Elan los. "Das Interesse war geweckt und nicht mehr zu bremsen", berichtete Volker Zetzsche.

Unterstützung gab es von Mitarbeitern aus dem Schacht und von der Ausbildung des Kaliwerkes. So kümmerten sich unter anderem die beiden Azubis Maximilian Oelze und Florian Stier um die Elektronik. Bauplatz für das Schachtmodell war die Garage von Uwe Bode. "Da hatte man kurze Wege, konnte schnell noch mal eine Idee in die Tat umgesetzt oder noch etwas gefummelt werden", berichtete Uwe Bode kurz nachdem er das Modell bei der feierlichen Einweihung per Knopfdruck in Betrieb gesetzt hatte.

Zahlreiche Gäste erlebten am Montag die erste "Seilfahrt" mit, staunten über die Signalgebung und die Fahrgeräusche. "Toll, was die Erbauer geleistet haben. Ich glaube man kann sogar die Treppenstufen nachzählen", zog Werkleiter Martin Westphal symbolisch den Hut, "solche Flurfördermaschinen sind typisch für den Bergbau." Das Modell hat im Foyer des Speisesaales einen exponierten Platz gefunden, wo es Mitarbeiter und Besucher des Kaliwerkes bestaunen können.

 

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