Das Schalmeienorchester Groß Ammensleben wird 55 Jahre alt. Das Jubiläum soll am 28. Juni mit befreundeten Klangkörpern im Rahmen der 1050-Jahr-Feier der Ortschaft begangen werden.

GroßAmmensleben l Ortsbürgermeister Rüdiger Pfeiffer hält große Stücke auf den Klangkörper des Ortes: "Groß Ammensleben ist ohne Schalmeienkapelle kaum denkbar. Sie ist so etwas wie das musikalische Wappen der Ortschaft, die in diesem Jahr ihr 1050-jähriges Bestehen feiert. Und ebenso kann die Schalmeienkapelle in diesem Jahr auf 55 erfolgreiche Jahre ihres Bestehens zurückblicken."

Daran erinnerte der Ortsbürgermeister auf der Jahreshauptversammlung des Orchesters und verwies zugleich darauf, dass das Jubiläum im Rahmen der 1050-Jahr-Feier am Sonntag, 28. Juni, mit viel Musik gefeiert wird. Die Gäste dürfen sich bereits heute auf ein großartiges Platzkonzert freuen. Denn das Gros der Sonntage des Jahres sind den Ensembleproben und speziell diesem Jubiläum vorbehalten.

Rund 40 Bläser finden sich in den Vormittagsstunden im Feuerwehrgerätehaus ein, um in den Stimmgattungen der Schalmeien mit Großer Trommel und Kleinen Trommeln sowie Metallbecken gemeinsam zu musizieren. Nicht selten werden ältere Musikwerke aus dem Repertoire in Erinnerung gerufen und künstlerisch aufpoliert sowie neue Stücke einstudiert, die häufig eigens für die Schalmeienkapelle arrangiert werden. Unter der Leitung von Annegret Meinecke treffen sich nicht selten zusätzlich auch montags Schalmeibläser zur kleineren Musizierrunde. So kann sich die wachsende Zahl der Freunde der Schalmeienmusik immer wieder aufs Neue auf anspruchsvolle Klangerlebnisse freuen.

Von der hohen Qualität und Beliebtheit der Schalmeienkapelle Groß Ammensleben zeugen die mehr als 25 Auftritte allein im vergangenen Jahr, darunter zwei Platzkonzerte und neun Umzüge. Wobei die Anfragen von außerhalb stetig zunehmen, wie die stellvertretende Vorsitzende Walburga Dedens in ihrem Rechenschaftsbericht auf der Jahreshauptversammlung hervorheben konnte.

Die weiteste Reise für einen musikalischen Gruß aus der Niederen Börde führte die Kapelle nach Kloster Mansfeld, wohin es Pfarrer Stephan Lorek nach seiner segensreichen Amtszeit in Groß Ammensleben verschlagen hat und wo er seine Silberne Priesterweihe feierte. Die Überraschung dort war groß, als die Schalmeienkapelle zu altbekannten Weisen ansetzte. Es wurde ein langer Tag, denn immer wieder hieß es: "Zugabe!"

Einer der musikalischen Höhepunkte aber war der Auftritt anlässlich des Gemeindefestes "10 Jahre Niedere Börde" im Sommer 2014. Walburga Dedens erinnerte aber auch an den lautstarken Auftritt am 1. August zum 25-jährigen Dienstjubiläum der Gemeindebürgermeisterin Erika Tholotowsky, die ebenfalls Gast der Jahreshauptversammlung war.

Vergessen haben die Musiker aus der Niederen Börde im vergangenen Jahr nicht ihre "Pflichtaufgaben", wie die stellvertretende Vorsitzende betonte. So ist das Orchester bei keinem bedeutenden Jubiläum im Landkreis wegzudenken, marschiert bei Fackel- und Lampionumzügen vorne weg, und wenn in Groß Ammensleben der Maifeiertag anbricht, holen die Musikanten traditionell die Bevölkerung aus den Federn. Außerdem führte der Klangkörper unzählige Umzüge, so in Farsleben, Samswegen, Meitzendorf, oder zum Auftakt der Karnevalssaison am 11.11. in Meseberg an. Natürlich dürfen sich (nicht nur) die Groß Ammensleber auch 2015 wieder am Klang der Schalmeien erfreuen.

Vormerken sollten sich die Freunde der Blasmusik unbedingt den Sonntag, 28. Juni, wenn die Schalmeienkapelle Groß Ammensleben mit befreundeten Kapellen aus dem ganzen Land nach einem Sternmarsch durch die Ortschaft auf der Domäne zum Platzkonzert aufspielt.