Die Flyer sind gedruckt, verteilt und künden davon, dass auch in diesem Jahr die Nachwuchsschauspieler der Ganztagsschule Barleben ein Theaterstück aufführen. Premiere ist am 16. April, 19 Uhr, in der Aula.

Barleben l Es gibt wieder Theater in Barleben, genauer, an der Ganztagsschule. Es ist nämlich mittlerweile eine liebgewordene Tradition, dass in dieser Bildungseinrichtung jedes Jahr ein Stück der Theater-AG aufgeführt wird. Der Titel des diesjährigen Aufführung lautet "Auf der Suche nach einem besseren Leben". Dafür haben sich die jungen Laiendarsteller intensiv mit dem Märchen "Das kalte Herz" auseinandergesetzt und wie zu erfahren war, den Inhalt zum Teil in die heutige Zeit übertragen. Das bedeutet, der Wunsch nach Wertschätzung, Reichtum und Popularität spielt deshalb in den Aktionen auf der Bühne eine wesentliche Rolle.

Jede Woche, immer mittwochs von 14.30 bis 15.20 Uhr, so auch gestern Nachmittag, dasselbe Theater in der modernen Aula an der Ganztagsschule in der Feldstraße: 21 Mädchen und Jungen stehen auf oder neben der Bühne, achten genau auf die Anweisungen von Anneliese Langer und wirken dabei ziemlich textsicher. "Das darf man auch schon erwarten", verrät die ehemalige Deutschlehrerin, die für die Inszenierung verantwortlich ist und dabei von Hildegard Schudrowicz unterstützt wird, "schließlich üben wir bereits seit September des vergangenen Jahres am neuen Stück".

Viel Zeit bleibt den Nachwuchsschauspielern jetzt aber nicht mehr. Die Premierenvorstellung geht am 15. April um 19 Uhr "über die Bühne". Am 16. April sowie 17. April, jeweils ab 19 Uhr, hebt sich erneut der Vorhang.

Seit dem Schuljahr 2000/01 existiert, damals noch an der Sekundarschule, eine Theatergruppe in der Feldstraße. Von Anbeginn lag die Leitung der Arbeitsgemeinschaft "Theaterspiel" in den bewährten Händen von Anneliese Langer. Sie motiviert seitdem Schüler nicht nur der oberen Klassen zu großer Begeisterung und Ausdauer. Einmal wöchentlich - und sogar in den Ferien - werden die Rollen einstudiert. Der Lohn für diese zeitintensiven Anstrengungen waren stets ausverkaufte Aufführungen. Erinnert sei nur an Stücke wie "Kabale und Liebe" (Friedrich Schiller), "Jedermann" (Hugo von Hoffmannsthal) oder die Einakter des russischen Dramatikers Anton Tschechow.

Im vergangenen Jahr fand schließlich das zeitgenössische Stück "Nora - ein verdammt böses Spiel" viel Zuspruch. Und zu der stetig wachsenden Anzahl der Zuschauer gehören neben Eltern, Schülern und Lehrern auch immer mehr Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. und das wird diesmal garantiert nicht anders sein.