Zum Erfahrungsaustausch haben sich Vertreter der Gemeinden Hohe Börde und Salzatal getroffen. Diskussionsgrundlage waren die Anpassungsstrategien zum demografischen Wandel.

HoheBörde l Die Gemeinde Salzatal - westlich von Halle im Saalekreis gelegen - hat etwa 12500 Einwohner, die in neun Ortschaften beziehungsweise 27 Ortsteilen zu Hause sind. Die Gemeinde Hohe Börde hat etwa 18000 Einwohner, die in 14 Ortschaften beziehungsweise 18 Ortsteilen leben. Trotz ihrer Entfernung haben beide Gemeinden Verbindendes: Sie liegen beide im Speckgürtel einer großen Stadt und sie haben beide eine Anpassungsstrategie erarbeitet, mit der sie künftig dem Bevölkerungsrückgang begegnen wollen.

Und genau diese Anpassungsstrategie war es auch, die die Bürgermeisterinnen Steffi Trittel (Hohe Börde) und Juliane Sperling-Lippmann (Salzatal) sowie weitere Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter der Gemeinden zu einem Gespräch im Irxleber Rathaus zusammenbrachte.

"Wir haben ein Wegweiser-Projekt wie die Hohe Börde gemacht, die Hohe Börde ist aber schon weiter, deshalb möchten wir wissen, wie das hier fortgeführt wurde", erklärte Juliane Sperling-Lippmann den Hintergrund.

In einer Präsentation stellte die Bürgermeisterin der Hohen Börde ihre Gemeinde vor. "Uns wurde zwischen 2008 und 2025 ein Minus von 15 Prozent der Einwohner prognostiziert und unser Ziel ist es, dass das nicht eintrifft", erklärte sie. Dabei helfen soll auch das in sechs Schritten erarbeitete Integrierte Gemeindliche Entwicklungs-Konzept (IGEK). Damit verbunden waren unter anderem verschiedene zukunftsträchtige Ziele, wie ein Kinderparlament oder einen Seniorenbeirat zu schaffen, die Freiwilligenarbeit zu organisieren, einen gemeinsamen Flächennutzungsplan vorzubereiten oder die Gründung eines Bürgervereins und einer Stiftung. Mit Stolz konnte Steffi Trittel über die erfolgreiche Umsetzung der Ziele berichten und weckte gleich Interesse bei den Gästen aus der Gemeinde Salzatal. Hier konnte man sich vorstellen, sich an einigen der vorgestellten Dinge, wie dem Seniorenbeirat oder den Freiwilligentag, ein Beispiel zu nehmen. Auch der papierlose Ratsverkehr, der seit Juli vergangenen Jahres in der Hohen Börde praktiziert wird, war für die Gäste diskutabel.

Der Erfahrungsaustausch soll fortgesetzt werden und Steffi Trittel schloss auch einen Gegenbesuch in der Gemeinde Salzatal nicht aus.