Die Narren in der Börde können vom Karneval offensichtlich nicht genug bekommen. Eineinhalb Wochen nach Aschermittwoch rissen die Hillersleber Karnevalisten mit ihrem nunmehr zehnten Programm die Besucher von den Stühlen.

Hillersleben l Die etwa 30 Karnevalisten vom Hillersleber Bürgerhausverein hatten schon im September damit begonnen ihr Jubiläumsprogramm vorzubereiten. "Was lag näher, als die schönsten Nummern aus den vergangenen Jahren zu einem Programm zusammenzustellen", sagte Vereinsvorsitzende Jutta Kronig. Und so lautete das Motto im Bürgerhaus Am Köhlerberg kurzerhand "Das Beste aus zehn Jahren".

Der Erfolg gab den Hillersleber Jecken recht. Beide Vorstellungen waren bis auf den letzten Platz ausverkauft. Am Sonnabend waren auch die närrischen Kollegen vom Neuenhofer Karnevalverein (NKV) unter den Gästen. "Es war ein toller Abend. Ich habe mich prächtig amüsiert. Man kann immer noch etwas dazulernen", lobte Falko Staufenbiel.

Und in der Tat schossen die Hillersleber Jecken ein karnevalistisches Feuerwerk ab. Da wurde nichts ausgelassen, tanzten rockige Strauße im Schwarzlicht, zogen Schwimmer auf der Bühne ihre Bahnen, gab es eine recht eigenwillige Version von "Aschenpuddel" oder sorgte Wilma Poppen mit rustikalem Humor für Lachsalven.

Das klassische Männerballett zelebrierte "Schwanensee" und die drei Tenöre beeindruckten durch ihre Schräglage. Zu den Jubiläumsgratulanten zählte auch eine Abordnung der Roten Armee mit den dazugehörigen Matroschkas sowie der Nonnenchor aus "Sister Act". Eine gelungene Premiere feierten die jungen Musiker der "No Name Band", die seit einigen Monaten im Bürgerhaus proben. "Bimmler Hacke" führte ebenso durch das Programm wie Haus-DJ Sven Hohlfeld. Den gefeierten Schlusspunkt setzten die "Prinzen vom Köhlerberg" mit ihrer rockigen Müllmänner-Nummer.

   

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