Die Ortsfeuerwehr Farsleben hat einen neuen Ortswehrleiter. Matthias Fischer wurde in dieses Ehrenamt gewählt. Stellvertreter ist Michael Langrock.

Wolmirstedt l Die Ortsfeuerwehr Farsleben musste in den vergangenen Jahren ohne einen Ortswehrleiter arbeiten. Bei Bedarf übernahm Michael Langrock kommissarisch das Amt. Nun gibt es wieder klare Verhältnisse. Matthias Fischer wurde zum Ortswehrleiter gewählt, Michael Langrock ist Stellvertreter.

In der Farsleber Ortsfeuerwehr arbeiten 22 aktive Kameraden, es gibt zwei Ehrenmitglieder und 15 Menschen, die passiv zur Wehr gehören. Ihnen allen zollte die stellvertretende Bürgermeisterin Marlies Cassuhn im Rahmen der Jahreshauptversammlung deutlichen Respekt. "Die vielen Stunden, die die Kameraden für die Ausbildung und während Einsätze aufbringen, kann man gar nicht genug würdigen", sagte sie und wünschte den Farslebern für das laufende Jahr "möglichst wenig Einsätze und einen guten Zusammenhalt." Im vergangenen Jahr rückte die Farsleber Ortswehr zu zwölf Einsätzen aus. Darunter fielen drei Wohnungsbrände und ein Kellerbrand in Wolmirstedt, ein Auto, das in den Dorfteich gerollt war und ein umgestürzter Baum.

Um für jeden Notfall gerüstet zu sein, müssen sich die Kameraden regelmäßig weiterbilden. An 42 Ausbildungstagen wurde in Farsleben neues Wissen vermittelt, das sind 1223 Stunden, in denen sich Farsleber Feuerwehrleute mit der Technik und Vorschriften vertraut gemacht haben. Besonders gefragt sind Atemschutzgeräteträger. Sie sind diejenigen, die in verqualmte Räume vordringen, die sich im dichten Rauch beinahe blind zurechtfinden müssen, um Menschen zu finden und ins Freie zu bringen. Atemschutzgeräteträger brauchen eine solide Ausbildung, auch um sich selbst schützen zu können. Neun Farsleber Kameraden haben sich einer erneuten Prüfung für diese besonderen Einsatzfälle unterzogen. "Sie bilden ein solides Fundament unserer Feuerwehr", sagte Michael Langrock zur Jahreshauptversammlung.

Es gab aber auch Kameraden, die sich über die Ausbildungsstunden vor Ort hinaus weitergebildet haben. Marco Messerschmidt ließ sich im Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge zum Gruppenführer qualifizieren. Weitere elf Kameraden haben sich im Rahmen eines Lehrgangs mit dem Digitalfunk beschäftigt.

Michael Langrock blickte zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. "Zu allen Einsätzen konnten wir mit einer ausreichenden Mannschaftsstärke ausrücken", sagte er. Selbst tagsüber sei das gelungen, trotz der Berufstätigkeit.

Langrock hofft, dass die Zusammenarbeit weiterhin so gut fortgesetzt wird. "Ich möchte mich bei jedem Kameraden bedanken, der im vergangenen Jahr aktiv am Feuerwehrleben teilgenommen hat, vielleicht auch brisante Situationen gemeistert und damit Schlimmeres verhindert hat."

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