Ebendorf steuert mit großen Schritten auf die 1050-Jahr-Feier zu. Das Datum der Festwoche vom 8. bis 14. Juni ist festgeschrieben, längst arbeiten die Macher an den Details - wie dem Festumzug.

Ebendorf l Dem Ortsteil Ebendorf steht ein großes Fest ins Haus. Vom 8. bis 14. Juni wird zur 1050-Jahr-Feier geladen. In der vergangenen Woche kam (nicht zum ersten Mal) der Ortschaftsrat zusammen, stimmte über den Finanzplan ab, denn Fördermittel fließen nicht und man gab außerdem dem Button seine Zustimmung, der seit gestern im Verkauf ist.

"Der Button ist eine Art Anstecknadel mit einem Motiv der Ortschaft und kündet von der bevorstehenden Festwoche in Ebendorf", sorgt Wido Wischeropp, Mitglied des Festkomitees, für Aufklärung. Das allein ist es jedoch nicht. Der kleine farbige Button ist auch ein besonderes Souvenir, das über das Fest hinaus an das Jubiläum erinnern soll. Es dient bei einem Preis von drei Euro aber auch gleichzeitig als Eintrittskarte und finanziert damit ein gutes Stück das Fest anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung von Ebendorf vor 1050 Jahren.

Die Idee für den farbigen Button hatte Bernd Tangermann, Vorsitzende des Ebendorfer Anglervereins, die Gestaltung stammt von Bettina Behns, einer anerkannten Künstlerin aus Ebendorf und Mitglied des Geschichts- und Kulturvereins. "Allein diese beiden Beispiele zeigen, wie stark sich die Vereine des Ortes einbringen", erläutert Wischeropp.

Auf diesen großen Zuspruch hofft Wolfgang Buschner, in dessen Händen die gesamten organisatorischen Fäden für die 1050-Jahr-Feier liegen, wenn es darum geht, den Festumzug zu formieren, der sich am 13. Juni um 11 Uhr in Bewegung setzen soll. Doch er ist sich schon heute relativ sicher, dass er einer der Höhepunkte sein wird. "Fakt ist, der Umzug wird die Gäste mit auf eine beeindruckende Zeitreise nehmen, die aus insgesamt acht Bildern bestehen wird", so Buschner, "und die Arbeitsgruppe fängt nicht bei Null an, kann bereits auf einen guten Fundus an Kostümen und Gerätschaften zurückgreifen."

Mit einem detaillierten Plan für den Festumzug kann er auch bereits aufwarten. Der Festumzug beginnt mit dem Urdorf. Nicht fehlen werden Kaiser Otte I. und seine Editha. Einen breiten Raum soll die Kirche einnehmen. So wird an den Bau der ersten Kirche im Jahre 1457 erinnert, aber auch an den 3. September 1717, als der Blitz ins Pfarrhaus einschlug und alle Aufzeichnungen über Ebendorf vernichtete. Der Zug spiegelt ebenfalls die neuere Geschichte der Ortschaft wider. So gab es bis etwa 1925 in Ebendorf eine Zuckerfabrik, zwei Zichoriendarren, zwei Windmühlen, eine Käserei und eine Ziegelei. Im letzten Bild werden sich die ansässigen Unternehmen einreihen.

Auch wenn der Zug auf den Weg gebracht ist, so hofft der "Macher" auch weiterhin auf einen starken Widerhall und Hilfe aus der Bevölkerung, die konkret so aussehen könnte: "Wer ist noch in Besitz von alten Gerätschaften, Spielzeug, Uniformen oder Kostümen aus früheren Zeiten, wer hat Lust als Aktiver im Festumzug mitzumachen? Über jede Hilfe sind wir dankbar."

Bilder