Ihr jüngster Dienstnachmittag hat die Mitglieder der Meitzendorfer Jugendwehr in ein ortsansässiges Unternehmen geführt. Dort erfuhren die Nachwuchs-Brandhüter unter anderem, welche wichtigen Informationen ein Feuerwehrplan im Ernstfall liefert.

Meitzendorf l Für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Meitzendorf stand der jüngste Dienst am vergangenen Freitag ganz im Zeichen der Objektkunde. Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Gebäude, die für die Feuerwehr als Gefahrenschwerpunkt gelten. Dazu gehören beispielsweise Kindertagesstätten und Schulen, wo sich viele Menschen tummeln. Daneben kann in Gewerbe- und Industrieunternehmen eine erhöhte Brandgefahr bestehen. Dort wird oftmals auch mit chemischen und biologischen Stoffen gearbeitet, von denen bei einer Schadenslage Gefahren für Menschen, Tiere, Umwelt und Sachwerte ausgehen können.

Um als Feuerwehr effektiv handeln zu können, greifen die Einsatzkräfte im Ernstfall auf den Feuerwehrplan des jeweiligen Gebäudes zurück, der alle wichtigen Informationen für das Objekt beinhaltet. Darin ist beispielsweise festgehalten, wie viele Personen sich in der Regel im Gebäude aufhalten.

Plan gibt Auskunft über installierte Einrichtungen

Daneben gibt ein Feuerwehrplan auch Auskunft über Ansprechpartner, Zugangsmöglichkeiten, Gefahren und installierte Einrichtungen zur Schadensabarbeitung.

Um den Kindern möglichst realitätsnah zu erklären, wie die Einsatzkräfte mit einem solchen Plan arbeiten, besuchte die Gruppe am Freitag ein Meitzendorfer Unternehmen. Über das Feuerwehrschlüsseldepot - der Aufbewahrungsort für den Generalschlüssel - betraten sie das Gebäude. Über die vorhandenen Hauptgänge, die Flucht- und Rettungswege, gelangten die Heranwachsenden zu Bereichen, in denen Explosionsgefahr herrschte, wo Gase gelagert werden und in denen im Ernstfall auch besondere Gefahren durch Ausbreitung der und Einsturzgefahr bestehen. Michael Senst, Leiter Instandhaltung und direkter Ansprechpartner für die Feuerwehr, erklärte, wie die Rauch- und Wärmeabzuganlage im Objekt funktioniert. Abschließend wurden die Anschlussräume für Elektrizität und Gas besichtigt. Dort müssen die Einsatzkräfte im Notfall die Versorgungszufuhr zum Objekt abschalten.