Schlittenhundgespanne sind am vergangenen Wochenende wieder durch die Wälder bei Colbitz gejagt. Veranstalter war der Sachsen-Anhalter Schlittenhundesport Club, der bereits zum sechsten Mal seine Rennen hier austrug.

Colbitz l Nicht wie gewohnt rund um Rabensol, sondern auf einer nahe gelegenen Waldfläche trugen die Musher, wie die Gespannführer in der Fachsprache genannt werden, ihre Rennen aus.

"Nachdem Rabensol in Privatbesitz übergegangen ist, hatten wir erstmals eine neue Stellfläche für unser Lager am Wasserwerk. Dafür bedanken wir uns bei der Familie Horstmann aus Angern, die uns die Wiese zur Verfügung gestellt hat", sagte Helmut Gottschlich, der Vorsitzende des Sachsen Anhalter Schlittenhundesport Clubs. "Nicht unerwähnt lassen möchten wir auch die Unterstützung durch die Gemeinde Colbitz und das Wasserwerk", so Gottschlich weiter.

Mit Hilfe der beiden der Revierförster Horst Schubert und Holger Peine hatten die Schlittenhundesportler einen fünf Kilometer langen Trail für die Musher vorbereitet. Davon war ein großer Teil ab dem Start für die Zuschauer einsehbar.

"Am Start waren Siberian Husky, Alaskan Malamuten, Samojeden und Grönländer, aber auch Greyster, Pointer und Labrador."

"Unsere 96 Musherinnen und Musher, die bei unserem nunmehr sechsten Rennen hier bei Colbitz starteten, waren von der Strecke begeistert", berichtete Helmut Gottschlich. An den Start gingen Schlittenhundeführer mit nur einem Hund bis hin zum spektakulären Zwölfer-Gespann. Die Rennen wurden in zwölf verschiedenen Klassen ausgetragen. Die Zeitschnellsten benötigten nur knapp zehn Minuten für die Fünf-Kilometer-Runde. Rund 300 Hunde waren am vergangenen Wochenende im Einsatz. "Wir hatten dieses Mal alle zugelassenen Schlittenhunderassen vor Ort. Da waren Siberian Husky, Alaskan Malamuten, Samojeden und Grönländer zu sehen", zählte Helmut Gottschlich auf, "dazu waren in der Gästeklasse auch Rassen wie Greyster, Pointer und Labrador vertreten."

Erfreulich für die Schlittenhundesportler waren die relativ niedrigen Temperaturen. "Hätten sie bei mehr als zehn Grad gelegen, wären wir im Interesse der Gesundheit unserer Hunde schon zwei Stunden früher an den Start gegangen", betonte der Verbandsvorsitzende.

Die Starter kamen aus vielen Bundesländern, beispielsweise aus Leer (Ostfriesland), aus Bad Oeynhausen (Nordrhein Westfalen) oder Spremberg (Brandenburg). "Für die Versorgung der Gäste hatten wir auch gesorgt. Leider hielt sich das Publikumsinteresse in diesem Jahr in Grenzen", bedauerte Helmut Gottschlich.