Die Kreuzung Magdeburger Straße/ Ecke Haldensleber Straße in Ebendorf stellt für Eltern mit schulpflichtigen Kindern eine Gefahr dar. Mit einer Unterschriftensammlung kämpfen sie für einen sicheren Schulweg.

Ebendorf l Nadin Strobach macht sich Sorgen um ihren Sohn. Die junge Frau, in Ebendorf zuhause, schickt ihren Sohn stets mit einem unguten Gefühl auf den Weg zur Schule. Das Problem: Die junge Familie wohnt direkt an der stark frequentierten Magdeburger Straße, kurz bevor die Bundesstraße in eine Kurve abbiegt. Direkt hier befindet sich eine Bushaltestelle, die auch von vielen anderen Kindern genutzt werden muss, wenn sie zur Schule müssen.

"Dieser Bereich ist im wahrsten Sinne des Wortes kreuzgefährlich, weil diese Strecke von den Autofahrern augenscheinlich als Schnellstraße genutzt wird" sagt die 29-Jährige, "und muss im Interesse der Gesundheit unserer Kinder schnellsten entschärft werden."

Dass bis heute kein folgenschwerer Unfall geschah, sieht sie als Glücksfall an. Die junge Mutti wollte und will sich aber nicht auf dieses fragwürdige Glück verlassen. Gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern und engagierten Bürgern aus Ebendorf hat Nadin Strobach im Vorjahr eine Gemeinschaft gegründet, die sich mehr Sicherheit für ihre Kinder auf dem Schulweg auf die Fahne geschrieben hat. Um dem Anliegen Nachdruck zu verschaffen, wurde in der Ortschaft eine Unterschriftenaktion gestartet - mit Erfolg.

Am Mittwochabend übergab die Ebendorferin gemeinsam mit Gudrun Schmidt eine Liste mit 251 Unterschriften dem Ortsbürgermeister Manfred Behrens und seinem Stellvertreter Wido Wischeropp (beide CDU). Bei der Übergabe im Bürgerhaus wiederholte Nadin Strobach erneut die konkrete Forderung der Eltern: "Eine Fußgängerampel bringt größtmögliche Sicherheit." Wie die junge Mutti aber auch einräumt, würde auch ein Zebrastreifen die Gefahrenquelle entschärfen. Die Hoffnung auf Veränderung aber hält sich bei den Eltern in Grenzen. Wohl wissend, dass es an der Kreuzung Barleber Straße/Magdeburger Straße bereits vor 15 Jahren eine Ampel gegeben hat, die wieder abgebaut wurde, um den Verkehrsfluss von der A2 nicht ins Stocken geraten zu lassen. 2004, als erstmals besorgte Eltern in der Gemeinde auf den Missstand hinwiesen, hieß es: Fußgängerüberwege als Schulwegsicherung, das geht nicht.

Was vor elf Jahren nicht möglich war, ist vielleicht jetzt machbar, "denn es geht uns allein um den sicheren Schulweg unserer Kinder", so Strobach und baut sie weiter auf die Unterstützung durch den Ortschaftsrat. Ortsbürgermeister Manfred Behrens signalisierte seinerseits, dass an der Problematik gearbeitet wird. Er erinnerte daran, dass das Problem in Barleben bekannt ist, es in die nächste Beratungsfolge aufgenommen wird und zur nächsten Gemeinderatssitzung thematisiert wird.