Die Einführung des Qualitätsmanagements an den zwölf kommunalen Kindertagesstätten der Gemeinde Hohe Börde und im Hort Niederndodeleben verzeichnet erste konkrete Ergebnisse. Erste Faktoren sind vor Ort bewertet worden. Nun geht es an die praktische Umsetzung.

Hohe Börde (car) l Auf ehrenamtlicher Basis setzen fünf Kita-Leiterinnnen und die Leitung des Gemeinde-Elternbeirates gemeinsam Rathausmitarbeiterin Katja Salomon innerhalb eines Qualitäts-Zirkels seit einigen Monaten das Qualitätsmanagement für die zwölf Kindertagesstätten der Gemeinde und den Hort in Niederndodeleben um. Ziel ist es dabei, ein Handbuch für die Arbeit an den kommunalen Kitas und Horten zu erarbeiten. Dieser Leitfaden soll dann einheitliche Standards für die Kinderbetreuungseinrichtungen festlegen, gleichzeitig aber auch Spielraum für die Profilierung und das pädagogische Konzept jeder Einrichtung zulassen.

In der ersten Phase auf dem Weg zum Kita-Qualitätsmanagement hat der Zirkel den Ist-Zustand der Praxis an den insgesamt 13 Einrichtungen bewerten lassen. Die Erzieherinnen vor Ort mussten im Rahmen einer Checkliste Merkmale aus drei Qualitätsbereichen bewerten. Dabei ging es einerseits um die räumliche Gestaltung ihrer Einrichtung, vom einfallenden Tageslicht über das Außengelände bis hin zu den Raumverhältnissen im Kita-Gebäude. Ein zweiter Bereich betraf die Eingewöhnungsphase von Kleinkindern in den Kita-Alltag. Der praktischen Gestaltung des Übergangs von der Kindertagesstätte in die Grundschule widmete sich der dritte Teil.

Die ausgefüllten Checklisten liegen nun vor. Der Zirkel entwickelt daraus für jeden dieser drei Qualitätsbereiche ein einheitliches Anforderungsprofil, das künftig für alle Kindertagesstätten der Hohen Börde gelten soll. Im Anschluss müssen alle Kita-Teams über diese profilierten Standards und ihre Einhaltung in ihrer eigenen Einrichtung beraten und Vorschläge zur Umsetzung machen. Die Mitglieder des Qualitätszirkels helfen den pädagogischen Mitarbeiterinnen, Erzieherinnen und Erziehern sowie ihren Leiterinnen vor Ort. Zudem werden die Leiterinnen der Kindereinrichtungen bei der Durchsetzung des einheitlichen Qualitätsstandards beraten und fachlich angeleitet. Für jede Kita wird ein Umsetzungsplan erarbeitet.

Ähnlich sollen in einem weiteren Schritt in Zusammenarbeit mit den Eltern die Qualitätsbereiche "Mahlzeiten" und "Zusammenarbeit mit Familien" ausgelotet werden, um auch hierfür anschließend ein einheitliches Anforderungsprofil zu erarbeiten und umzusetzen.

Bis Ende dieses Jahre will der Qualitätszirkel neun der insgesamt 21 Qualitätsbereiche bearbeiten. Dazu gehören Themen wie Sprache und Kommunikation, Kita-Leitung oder Inklusion, also die Integration behinderter Kinder. Auch die die geistige sowie die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder oder die Qualität der Mahlzeiten in den Einrichtungen und die Zusammenarbeit mit den Eltern werden eine Rolle spielen. Bei Letzterem soll auch die Einführung eines gut funktionierenden Beschwerdesystems integriert werden.