Sturmtief "Niklas" hat auch in der Niederen Börde Schaden angerichtet. Die Orkanböen fegten Teile vom Dach des Bahnhofsgebäudes in Groß Ammensleben auf die Gleise und knickten Bäume um. Der Mühlenteich drohte, überzulaufen.

Von Vivian Hömke

NiedereBörde l Ein Teil der Bahnhofstraße in Groß Ammensleben ist noch immer gesperrt. Auf 30 Quadratmetern, erläuterte Marina Körtge vom Bauamt, hatte Sturmtief "Niklas" am Dienstag das Dach des Bahnhofsgebäudes angehoben. Große Teile der Holzkonstruktion mit Dachpappe wurden auf Bahnsteig und Gleise geschleudert. Auch der Giebel aus Mauersteinen sei beschädigt worden, sagte Martin Kutscha, Ortswehrleiter aus Groß Ammensleben.

Neben den Kameraden der Feuerwehr war später auch eine Dachdeckerfirma im Einsatz. "Es wurden erste Notsicherungsmaßnahmen eingeleitet, damit sich keine weiteren Dachteile lösen", erläuterte Martin Kutscha. Die Zugstrecke zwischen Magdeburg und Haldensleben wurde dennoch vorsorglich gesperrt. Erst am Mittwochmittag wurde eines der drei Gleise wieder freigegeben. Allerdings können die Züge momentan nicht in Groß Ammensleben halten, da das geöffnete Gleis keinen Bahnsteig besitzt. "Es gibt einen Buspendel zwischen Meitzendorf und Groß Ammensleben", informierte Ortswehrleiter Martin Kutscha.

Das Orkantief hatte in vielen Orten der Niederen Börde zudem Bäume umgeknickt - auf der Kreisstraße in Jersleben, im Kirchenberg in Gutenswegen, in der Hambergstraße und der Heidbergstraße in Samswegen, auf dem Schulgelände in Dahlenwarsleben und im Rosenweg in Groß Ammensleben. Dort hatte es gleich zwei Bäume erwischt. Zudem drohte zwischendurch der Mühlenteich hinter der Domäne in Groß Ammensleben, überzulaufen. Zu viele Äste hatte der Sturm abgebrochen und in den Teich transportiert. Dort blockierten und verstopften sie den Ablauf.

"Wir waren am Dienstag von 14.30 Uhr bis 21.45 Uhr dauerhaft im Einsatz", resümierte Martin Kutscha. Bis auf Vahldorf, Gersdorf und Klein Ammensleben mussten auch die anderen Ortswehren der Niederen Börde ausrücken. "Überall ist es zum Glück glimpflich ausgegangen", sagte Marina Körtge von der Bauverwaltung.

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