Schricke l "Ich kann mich an mehr als 50 Jahre Hühnerhaltung meines Vaters erinnern, der ebenfalls rebhuhnfarbige Italiener hatte. Auch hier ist es wenige Male vorgekommen, dass kleine Fremdkörper im Ei eingeschlossen waren", schreibt unser Leser Dr. Edgar Appenrodt aus Barleben.

Damit reagiert er auf den Volksstimme-Artikel, in dem über einen Käfer im Frühstücksei berichtet wurde. Familie Hinz aus Schricke hatte diesen eigenartigen Fund gemacht.

"Dies hat anatomische Ursachen, denn Eileiter (Legedarm) und Darm münden bei Vögeln zusammen in der Kloake. Wer Hühner selbst ausnimmt, sieht, wie sich das Ei auf seinem Weg vom Eierstock zur Kloake bildet. Zuerst sind kleine Eidotter, dann größere zu sehen, später wächst eine weiche Haut um das Ei und zum Schluss wird die Kalkschale gebildet", erläutert Edgar Appenrodt, "nachdem das Ei beim Legen herausgepresst wird, können unter Umständen aus dem Kloakenraum Partikel in den Eileiter eindringen, die bei der Bildung des nächsten Eis im Eiweiß zu liegen kommen und dann dort mit Schale ummantelt werden. Dafür spricht, dass es sich meist um unverdauliche Partikel wie Chitin, sehr kleine Steinchen oder Kotreste handelt. Es können auch Blutgerinnsel als Folge von Blutungen im Eileiter sein."

Dies sei zwar unansehnlich, aber "ernährungsphysiologisch" (siehe Blutwurst) nicht so schlimm, wenn das Ei gut durchgegart wird, meint der Barleber. "Auch wenn sich diese Ausführungen etwas unappetitlich anhören, frische Eier von glücklichen Hühnern sind immer noch gesünder als solche aus Schokolade, denn was da drin ist, sieht man nicht", zieht der Barleber seine eigenen Schlüsse.