Am 1. April des Jahres 2000 unternahmen 19 Colbitzer eine Fahrradtour in Richtung Samswegen. Mittlerweile ist daraus eine Radwandergruppe mit aktuell 34 Mitgliedern geworden, die jetzt ihr 15-jähriges Bestehen feiern konnte.

Colbitz l Einige beeindruckende Zahlen nannte Eckhard Wilke bei der kleinen Jubiläumsfeier im Volkshaus "Alter Krug": "In den vergangenen 15 Jahren hat die Colbitzer Radwandergruppe rund 4300 Kilometer zurückgelegt. Der harte Kern brachte es auf etwa 150 Touren."

Dabei erkundeten die Radwanderer wohl alle Wald- und Feldwege in der näheren Umgebung von Colbitz. Zu den Zielen gehörten der Jägerstieg oder der Kalimandscharo ebenso wie der Lindenwald oder die alte Revierförsterei in Golzhausen.

"Noch gut in Erinnerung ist uns unsere Draisinenfahrt in Mecklenburg."

Bei den mittlerweile 21 gemeinsamen Busfahrten lernten die Colbitzer aber auch die etwas weiter entferntere Heimat näher kennen. So radelten die Mitglieder der Gruppe einmal rund um das Steinhuder Meer, fuhren mit dem Fahrrad vom niedersächsischen Hitz- acker in das mecklenburgische Dömitz oder durchquerten im Sattel das Schlaubetal bei Müllrose.

"Noch gut in Erinnerung ist uns auch unsere Draisinenfahrt in Mecklenburg. Bei den zwei mal 17 Kilometern mit der Draisine entdeckten wir dieses Bundesland aus einer ganz anderen Perspektive", erinnerte Eckhard Wilke an einen Höhepunkt der vergangenen Jahre. Dazu zählten auch die Zugfahrt nach Leipzig , um den neu gestalteten Bahnhof und den Weihnachtsmarkt zu erkunden oder die Besichtigung des Leipziger Flughafens.

Weitere Ziele waren die Hansestadt Bremen, der Spreewald, Salzwedel mit den im Wendland liegenden Rundlingsdörfern, die Städte Naumburg und Freyburg sowie Wismar oder die Bundesgartenschau in Schwerin.

Auch einige Unternehmen in der Region interessierten die Colbitzer Radwanderer. Sie besichtigten Nibra in Groß Ammensleben, den Otto-Versand in Haldensleben, die Milchviehanlage in Samswegen, die KANN-Baustoffwerke in Colbitz und auch das Landesfunkhaus in Magdeburg.

Veranstaltungen festigen den Zusammenhalt

Den inneren Zusammenhalt der Gruppe festigten natürlich auch die regelmäßig gefeierten Herbstfeste oder die Grünkohlwanderungen sowie gemeinsame Frauentags- oder Weihnachtsfeiern.

Inzwischen gehören mit Familie Dercks aus Loitsche und Familie Ihm aus Zielitz auch einige Nichtcolbitzer zur Gruppe.

Bei der Jubiläumsfeier im Volkshaus zeigte Eckhard Wilke viele Bilder, die an die schönen Erlebnisse in den vergangenen 15 Jahren erinnerten. Doch der Leiter der Radwandergruppe nannte auch eine Zahl, die zum Nachdenken anregte. "Unser Durchschnittsalter beträgt mittlerweile mehr als 75 Jahre." Deshalb würden sich die Radwanderer freuen, wenn auch etwas jüngere Interessenten zur Gruppe finden würden.

Am kommenden Sonnabend, dem 11. April, treten die Mitglieder der Colbitzer Radwandergruppe wieder in die Pedalen. Ziel ist der Lindenwald, wo dann vielleicht schon die ersten Buschwindröschen blühen.

"Auch unsere nächste Busfahrt haben wir schon geplant", informierte Eckhard Wilke, "am 5. Mai wollen wir nach Göttingen fahren."