Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Sekundarschule ist am 28. April Gastgeber für die zweite Lehrstellenbörse. 30 Betriebe aus der Region haben ihr Kommen zugesagt.

Wolmirstedt l Die Schüler der "Gottfried Wilhelm Leibniz" Sekundarschule kommen aktuell aus 27 Orten und werden in 14 Klassen von 27 Lehrkräften und einer Sozialarbeiterin betreut. Im Mittelpunkt der pädagogischen steht eine Vorbereitung der Mädchen und Jungen auch auf das Leben nach der Schule. Hierzu gehört besonders die Berufsorientierung. So werden neben den obligatorischen Schülerbetriebspraktika der Klasse 8 und 9 im siebenten Schuljahr das viertägige BRAFO Projekt durchgeführt. Im vergangenen Jahr ist das Kollegium in der Gipfelstraße einen entscheidenden Schritt weiter gegangen: Mit der ersten Lehrstellenbörse in Wolmirstedt waren sowohl Schüler als auch Unternehmer zufrieden. "Die Jugendlichen nutzten im April 2014 erstmals die Chance, sich bei den regionalen Firmen über Ausbildungsplätze zu informieren", erinnert sich Schulleiter Ingolf Berg noch gut an die Premiere. "Einige der Firmenmitarbeiter hatten sogar Bewerbungsunterlagen dabei. Und schon damals reifte in uns der Wunsch, das werden wir wiederholen."

Auf der 2. Lehrstellenbörse am Dienstag, 28. April, können sich erneut die Schüler über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informieren. In der Leibniz-Sekundarschule in der Gipfelstraße stehen nach Aussagen des Schulleiters dafür in der Zeit von 17 bis 19.30 Uhr über 30 Ausbildungswillige bereit, darunter auch Kali Zielitz, Ameos-Klinik Haldensleben, die Kreissparkasse oder die Bundeswehr. Ingolf Berg macht in diesem Zusammenhang auf eine Tatsache aufmerksam: "Früher waren wir die Bittsteller, mussten in den Betrieb immer wieder nachfragen. Inzwischen klopfen die Betriebe bei uns an, worüber wir dankbar sind." Der Grund ist der wachsende Fachkräftebedarf, der die Unternehmen sensibilisiert, selbst in die Offensive zu gehen. Diese Lehrstellenbörse aber steht nicht nur Leibniz-Schülern zur Verfügung, "sondern ist offen für alle", informiert Schulleiter Ingolf Berg. So ging die Einladung auch an das Kurfürst-Gymnasium, die Gutenberg-Ganztagsschule und die Sekundarschule Zielitz.

Es gibt viele Lehrstellenbörsen im Land. "Wir aber wollen, dass die Schüler nicht in die Landeshaupt- oder Kreisstadt fahren müssen, sondern in vertrauter Umgebung auf ihre spätere berufliche Zukunft eingestimmt werden", erläutert der Schulleiter. Und die Zielstellung der einzelnen Klassen ist sehr unterschiedlich. So sind die Siebtklässler auf der Suche nach einem Praktikumsplatz, während die Schüler der 8. Klassen noch die einzelnen Berufsfelder abchecken wollen. Den Neuntklässlern geht es um den Ausbildungsplatz und die dazugehörenden Modalitäten. Schulleiter Berg rechnet mit einem vollen Haus, da am 28. April auch Sprechtag ist, so dass viele Eltern ihre Kinder begleiten.